Kooperation

Telekom entwickelt Lösungen für intelligente Stromnetze

ABB und die Telekomtochter T-Systems entwickeln zusammen eine Lösung für intelligente Stromnetze. Der Konzern fühlt sich nicht zuletzt wegen seiner Erfahrung mit Massendaten aus der Telekommunikation gut gerüstet für die Umstellung auf Smart Meter und deren transparente Messverfahren.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Bonn (red) - Der Anbieter für Energie- und Automationstechnik, ABB, und die Telekomtochter für Informations- und Kommunikationstechnik, T-Systems, entwickeln künftig Lösungen für intelligente Stromnetze. Mit diesen so genannten Smart Grids erhalten Verbraucher und Energieversorger Transparenz über den Stromverbrauch und die Möglichkeit, diesen zu steuern. Außerdem werden die Netze damit für die Verteilnetzbetreiber effizienter.

Strommarkt steht vor einem Umbruch

Dazu Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom und T-Systems-Chef: "Der Strommarkt steht vor einem Umbruch: Strom- und Datennetze wachsen zusammen. Wir haben sowohl das erforderliche breitbandige Fest- und Mobilfunknetz als auch die Service-Kräfte vor Ort und die Erfahrung im Umgang mit Massendaten."

Was Smart Grids notwendig macht

Smart Grids seien die notwendige Voraussetzung, um erneuerbare Energien wirtschaftlich, effizient und sicher zu integrieren und um eine Verbesserung der Energieeffizienz in der Stromversorgung zu erreichen, so die Kooperationspartner. Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz soll der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2020 auf mindestens 30 Prozent steigen.

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