Beschäftigung sichern

Tarifvertrag für sozialverträgliches Ende des Saar-Bergbaus

Arbeitgeber und Gewerkschaft haben sich auf einen Tarifvertrag zum Ende des Saar-Bergbaus verständigt. Dieser soll das sozialverträgliche Auslaufen des Bergbaus im Saarland zum 1. Juli 2012 sichern, teilten der Gesamtverband Steinkohle (GVSt) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) mit.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (red) - Der Gesamtverband Steinkohle (GVSt) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) haben sich auf einen neuen Tarifvertrag für die Betriebe der RAG Aktiengesellschaft im Saarland verständigt.

Der neue Tarifvertrag sei nach bergbaubedingten Erderschütterung vom 23. Februar 2008 "zwingend notwendig" geworden, da GVSt und IG BCE forderten, den daraufhin von der RAG beschlossenen Auslauf des Saarbergbaus sozialverträglich zu gestalten.

Der Tarifvertrag ziele darauf, Beschäftigung zu sichern. Ältere Jahrgänge sollen bis zum Eintritt in den Vorruhestand weiter beschäftigt und jüngere Arbeitnehmer bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützt werden. Der Tarifvertrag verlange von den Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und bietet ihnen im Gegenzug Regelungen, die absichern und Beschäftigung fördern.

Die Regelungen des Tarifvertrages würden durch zusätzliche Angebote des Saarlandes ergänzt: Das Land stelle finanzielle Mittel für Qualifizierung und Fortbildung sowie Anpassungsgeld bereit. Die "Trans-Fair-Stelle Bergbau" des Landes unterstützt die Beschäftigten dabei, neue Arbeitsplätze zu finden.

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