Geduldsfaden

Tarifverhandlungen Steinkohle erneut unterbrochen

Arbeitgeber und die IG Bergbau, Chemie und Energie konnten sich auch gestern nicht auf einen Kompromiss für die 55 000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlebergbau einigen. Aus diesem Grund wurden die Tarifverhandlungen in der vierten Runde erneut ohne Ergebnis abgebrochen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Trotz der Bereitschaft der IG BCE, Freischichten wieder in Geld zurückzuwandeln sind die Tarifverhandlungen für die 55 000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlenbergbau gestern in Essen ohne Ergebnis erneut unterbrochen worden.

Die Unternehmer legten in der vierten Runde neue Zahlen zu den notwendigen Einsparungen im Steinkohlenbergbau vor. IG-BCE-Verhandlungsführer Werner Bischoff: "Die Arbeitgeber dürfen den Bogen nicht überspannen und sollten den Unmut in den Betrieben über ihr Verhalten nicht unterschätzen. Man kann nicht einerseits von der Belegschaft Höchstleistungen erwarten und dann bei der Bezahlung den billigen Jakob spielen. Wir bezahlen die Zeche nicht doppelt. Der DSK-Vorstand muss jetzt endlich seine Hausaufgaben machen. Es müssen zügig belastbare Fakten auf den Tisch. Erst dann werden wir die Tarifverhandlungen wieder aufnehmen. Wie ernst und dramatisch die Lage ist, macht der Verlauf dieser Tarifrunde deutlich. Die schwierige wirtschaftliche Lage haben wir bei unserer Forderung bereits berücksichtigt. Nun müssen die Unternehmer ihren Beitrag leisten."

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energieversorung

    EU-Bergbaupläne weiter in der Kritik

    Die EU-Pläne für eine vorzeitige Stilllegung deutscher Steinkohle-Zechen sorgen weiter für politischen Streit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte am Mittwoch in Berlin das Vorhaben der EU-Kommission, unrentable Bergwerke bereits im Oktober 2014 zu schließen.

  • Strom sparen

    IG BCE: Heimische Steinkohle bleibt unverzichtbar

    Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hat erneut vor einem endgültigen Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau gewarnt. Die heimische Steinkohle bleibe ein "unverzichtbarer Energieträger", weil Rohstoffe langfristig teurer und knapper würden und zudem die erneuerbaren Energien den Bedarf nicht decken könnten.

Top