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Tarifverhandlungen für den Steinkohlebergbau: Zweite Runde blieb ohne Angebot

Bei den Tarifverhandlungen für die 55 000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlebergbau haben die Arbeitgeber am vergangenen Freitag entgegen ihren Ankündigungen kein konkretes Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen werden am 25. September fortgesetzt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Entgegen ihrer Ankündigung in der ersten Runde haben die Arbeitgeber auch in der zweiten Tarifverhandlungsrunde für die etwa 55 000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlenbergbau am vergangenen Freitag in Essen kein konkretes Angebot gemacht. Die Verhandlungen werden am 25. September in Essen fortgesetzt.

IG Bergbau Chemie Energie-Verhandlungsführer Werner Bischoff: "Die Arbeitgeber haben heute wegen der außerordentlich schwierigen Lage im Steinkohlenbergbau kein Angebot unterbreitet. Bei allem Verständnis dafür muss es jedoch einen Fortschritt bei den Tarifverhandlungen geben. Die Beschäftigten haben hohe Einsatzbereitschaft gezeigt. Deshalb haben sie nun auch Anspruch auf einen Tarifabschluss, der diese hohe Motivation belohnt und stärkt. Deshalb brauchen wir in der nächsten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot." Die IG BCE machte nochmals unmissverständlich klar, dass in dieser Runde eine Regelung für den Teilausgleich der versicherungsmathematischen Rentenabschläge gefunden werden müsse. Bereits in der Tarifrunde 2000 hätten die Arbeitgeber eine konstruktive Lösung dieser Frage zugesagt. Diese Zusage müsse nun eingelöst werden.

Darüber hinaus fordert die IG BCE, dass alle Auszubildenden unbefristet übernommen werden und das Ausbildungsplatzniveau beibehalten wird. Es besteht Übereinstimmung darüber, dass die Lohn- und Gehaltsordnungen an die technischen und organisatorischen Veränderungen angepasst werden. Die Technische Kommission wurde beauftragt, weitere Aktualisierungsvorschläge zu erarbeiten.

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