Beteiligung

Tarifkommission fordert 4,5 Prozent mehr für E.ON-Beschäftigte

Die gemeinsame Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der IG BCE fordert für die knapp 26 000 Beschäftigten des Energiekonzerns E.ON ab Januar 2004 4,5 Prozent mehr Geld. Zudem sollen alle Ausgebildeten in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen werden.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die gemeinsame Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der IG BCE, die sich gestern Abend in Hannover konstituierte, hat ihre Forderungen für die Tarifverhandlungen mit dem E.ON-Energiekonzern beschlossen. Danach sollen die knapp 26 000 Beschäftigten ab Januar 2004 eine Erhöhung der Vergütung und der Ausbildungsvergütung im Volumen von 4,5 Prozent erhalten. Alle Ausgebildeten sollen in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen werden.

Die bisherige Übernahmeregelung für Auszubildende endet mit Ablauf dieses Jahres. Der Vergütungstarifvertrag soll zum 31. Dezember 2003 gekündigt werden, beschloss die Tarifkommission. ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott erklärte, dass der E.ON-Konzern gute wirtschaftliche Ergebnisse erzielt habe, die zum einen auf strukturelle Veränderungen und zum anderen auf erfolgreiche Leistungen aller Arbeitnehmer zurückzuführen seien. Die Beschäftigten seien daher durch eine Erhöhung der Vergütung im Volumen von 4,5 Prozent angemessen an den Gewinnen des Konzerns zu beteiligen.

Eine Übernahme der Auszubildenden in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis sei dringend notwendig, um junge Menschen in den Betrieb nachrücken zu lassen, da zahlreiche Beschäftigte von der Möglichkeit der Altersteilzeit und des Vorruhestandes Gebrauch gemacht hätten, betonte Ott.

Die Tarifverhandlungen werden am 30. Oktober 2003 um 11 Uhr in Hannover aufgenommen.

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