Einkommen steigen in Stufen

Tarife Steinkohle: Kündigungen ausgeschlossen

Die Gewerkschaften haben für die etwa 45 000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlenbergbau ausgehandelt, dass es keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen in die Arbeitslosigkeit bis zum 31. Dezember 2004 geben wird. Außerdem steigen die Einkommen in zwei Stufen. Die Gewerkschaften sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Für die etwa 45 000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlenbergbau sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen in die Arbeitslosigkeit bis zum 31. Dezember 2004 ausgeschlossen. Die Einkommen steigen in zwei Stufen. Darauf einigten sich IG BCE und der Unternehmensverband Steinkohle gestern in Essen. Die IG-BCE-Tarifkommission billigte den Abschluss einstimmig.

Der Tarifabschluss sieht vor: 1. Betriebsbedingte Beendigungskündigungen in die Arbeitslosigkeit bleiben bis zum 31.12.2004 tarifvertraglich ausgeschlossen. 2. Die Löhne und Gehälter werden ab 1.5.2003 um 1,5 Prozent angehoben. 3. Ab 1.7.2004 steigen die Einkommen erneut um weitere 1,0 Prozent. 4. Die Ausbildungsvergütungen steigen ab 1.5.2003 und 1.7.2004 um jeweils 5 Euro. 5. Der Tarifvertrag zum Ausgleich von Mehrarbeit wird bis zum 31.12.2004 verlängert. 6. Mit der von den Arbeitgebern geforderten Flexibilisierung der Arbeitszeit (Ruhetag, Schichtzeit) wird sich eine Arbeitsgruppe befassen. Sie soll bis zum Oktober 2003 Vorschläge erarbeiten.

IG-BCE-Verhandlungsführer Werner Bischoff: "Mit dem Verhandlungsergebnis haben wir unsere Ziele erreicht. Niemand fällt ins Bergfreie. Die Beschäftigten im Bergbau bekommen einen Ausgleich für die zu erwartende Preissteigerung. Zugleich hat der Bergbau nun eine sichere Planungsgrundlage für zwei Jahre."

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