Für 39 000 Beschäftigte

Tarifabschluss Steinkohlenbergbau: Einkommen steigen in zwei Etappen

IG BCE und der Unternehmensverband Steinkohlenbergbau haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Eckpunkte: Für die Jahre 2005 und 2006 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 400 Euro. Ab 2007 steigen die Einkommen um 1,5 Prozent. Das Weihnachtsgeld beträgt bis Ende 2007 2000 Euro.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Die Einkommen der knapp 39 000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlenbergbau steigen in zwei Etappen, das Weihnachtsgeld wird bei 2000 Euro festgeschrieben, neue Regeln machen die teilweise Bezahlung von Mehrarbeit möglich. Betriebsbedingte Kündigungen in den Arbeitsmarkt bleiben bis Ende 2007 grundsätzlich ausgeschlossen. Das sind die wichtigsten Punkte des Tarifabschlusses, auf den sich IG BCE und Unternehmensverband Steinkohlenbergbau geeinigt haben. Die IG-BCE-Tarifkommission hatte den Abschluss am selben Tag einstimmig gebilligt.

Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 32 Monaten rückwirkend ab dem 1. Mai 2005. Für die Jahre 2005 und 2006 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 400 Euro. Die Einmalzahlung erfolgt im Dezember 2005. Ab 1. Januar 2007 steigen die Einkommen um 1,5 Prozent. Die Auszubildenden erhalten eine Einmalzahlung von 100 Euro. Die Ausbildungsvergütungen steigen ab 1. Januar 2007 um 10 Euro in den jeweiligen Ausbildungsjahren. Das Weihnachtsgeld wird bis Ende 2007 auf 2000 Euro festgeschrieben, für Auszubildende beträgt es 706,40 Euro.

"Mit diesen maßvollen Einkommenserhöhungen haben die Beschäftigten erneut einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung der schwierigen Lage im Steinkohlenbergbau geleistet", kommentierte IG-BCE-Verhandlungsführer Werner Bischoff, "der Abschluss gibt keinen Anlass zum Jubel, aber angesichts der Probleme, die wir in den nächsten Jahren lösen müssen, haben wir das Mögliche herausgeholt."

Für die Mehrarbeit wurde eine neue Regelung vereinbart, die neben dem Freizeitausgleich auch eine Bezahlung vorsieht. "In vielen Fällen hat sich trotz erheblicher Mehrarbeit ein Freizeitausgleich als unmöglich erwiesen," erläuterte Werner Bischoff, "die Neuregelung ermöglicht nun für die besonders belasteten Kollegen einen finanziellen Ausgleich." Die erste und zweite Mehrarbeitsschicht pro Monat werden weiter durch Freizeit ausgeglichen. Werden drei Mehrarbeitsschichten im Monat verfahren, werden alle drei bezahlt. Mehrarbeitsschichten, die darüber hinausgehen, werden wieder auf dem Zwölf-Monats-Freizeitkonto gutgeschrieben.

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