Preise

Tanken: 1,50-Euro-Marke wurde geknackt

Beim Tanken hat die Freude über die niedrigen Kosten der letzten Monate wohl endgültig ein Ende. Laut einem Infoportal haben die Benzinpreise im März um sechs Cent zugelegt und am 1. April wurde die 1,50-Euro-Marke erstmals wieder geknackt.

Benzin-Preise© Jürgen Fälchle / Fotolia.com

Nürnberg (red) - Kein Aprilscherz: Im März mussten deutsche Autofahrer erneut tiefer in den Geldbeutel greifen. Ein Liter Super E10 kostete durchschnittlich rund 1,372 Euro, rund sechs Cent mehr als im Februar. Für Diesel wurden im Mittel 1,2 Euro aufgerufen. Das waren rund zwei Cent mehr als im Vormonat. Damit kostete vier Mal Auftanken à 60 Liter Super E10 im Bundesschnitt ganze 14 Euro mehr als im Februar.

Gegenüber dem günstigen Tankmonat Januar mussten Autofahrer sogar rund 27 Euro mehr zahlen. "Die Spritpreise ziehen an. Kurz vor Ostern haben sie heute erstmals seit September 2014 die 1,50-Euro-Marke mancherorts wieder überschritten", sagt Steffen Bock, Geschäftsführer des Informationsdienstes clever-tanken.de.

Günstiger Tanken in der Hauptstadt

In Bielefeld, Hamburg und Berlin tankten Autofahrer im März am günstigsten - und zwar sowohl Super E10 wie auch Diesel. Damit belegten sie zum zweiten Mal in Folge die Top drei der günstigsten Tankstädte im monatlichen Preisranking des Portals. Hamburg und Bielefeld tauschten allerdings die Plätze eins und zwei. Im diesmal günstigeren Bielefeld wurden im Schnitt 1,351 Euro pro Liter Super E10 aufgerufen. Rund 1,355 Euro kostete der Liter Super E10 in Hamburg und Berlin - hier zeigten sich die Unterschiede erst ab der vierten Nachkommastelle.

Köln zum zweiten Mal teuerste Tankstadt

Am teuersten tankten Autofahrer in Köln mit 1,383 Euro pro Liter Super E10. Hier kostete vier Mal Auftanken à 60 Liter rund 331,90 Euro und damit etwa 7,66 Euro mehr als in Bielefeld. Die Rheinmetropole ist seit Beginn der monatlichen Auswertung im Januar 2013 Dauergast unter den drei teuersten Tankstädten. In diesem Jahr wurde Köln bereits zum zweiten Mal teuerste Tankstadt der Republik. Die Plätze zwei und drei im Ranking gingen im März nach Sachsen: Durchschnittlich 1,378 Euro pro Liter Super E10 zahlten Autofahrer in Leipzig und Dresden.

Woher kommen die Preisunterschiede?

Laut clever-tanken.de ergeben sich die Preisunterschiede an den Zapfsäulen im Städtevergleich insbesondere aus der jeweiligen Wettbewerbssituation vor Ort. Denn Rohölpreis und Dollarkurs gelten für alle Regionen gleichermaßen. Befinden sich viele freie Tankstellen in einer Stadt oder einem Stadtgebiet, drücken diese die Preise auch an den umliegenden Markentankstellen. Für die Abendstunden gilt jedoch: Viele freie Tankstellen haben am späten Abend nicht mehr geöffnet. Damit können die Pächter von Markentankstellen ihre Preiserhöhungen leichter durchsetzen.

Benzinpreisexperte Steffen Bock rät daher insbesondere mit Blick auf die Osterferien zum regelmäßigen Preisvergleich über Internetportale oder Apps. Wer regelmäßig die Preise prüft, könne einige Hundert Euro im Jahr sparen. Dabei sollten Kraftfahrer stets entlang der geplanten Route nach der günstigsten Tankstelle suchen, um Umwege zu vermeiden.

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