Von großer Bedeutung

Tagung zur Steigerung der Energieeffizienz in privaten Haushalten

Auf der Tagung der Initiative EnergieEffizienz wurden Wege zur Steigerung der Energieeffizienz in privaten Haushalten diskutiert. Wie Bundeswirtschaftsminister Clement erklärte, mag eine Stromverschwendung für den Einzelnen nur von geringer Wichtigkeit sein, ist volkswirtschaftlich aber von großer Bedeutung.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) – Unter dem Leitmotiv "Strategien und Perspektiven zur Steigerung der Energieeffizienz beim Endverbraucher" haben über 400 Teilnehmer der Tagung der Initiative EnergieEffizienz neue Wege der Energiepolitik diskutiert. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement: "Das Thema Energieeinsparung und Energieeffizienz auf Verbraucherseite muss ganz oben auf der Agenda unserer Energie- und Wirtschaftspolitik stehen."

Anlass der gestrigen Tagung in Berlin war das zweijährige Bestehen der Initiative EnergieEffizienz, einem Bündnis zur Steigerung der Energieeffizienz in privaten Haushalten, dem die Verbände der Energiewirtschaft (VDEW, VRE, VKU) und die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) angehören. Gefördert wird das Unternehmen durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA).

Vor dem Hintergrund der klimapolitischen Ziele Deutschlands betonte Clement die strategische Bedeutung der effizienten Stromnutzung im Privathaushalt. "Stromverschwendung mag für den Einzelnen eine geringe Bedeutung haben, volkswirtschaftlich ist es aber alles andere als eine Bagatelle", so der Bundeswirtschaftsminister. Er würdigte die Erfolge der Initiative EnergieEffizienz und warb für die Kampagne: "Ich würde es sehr begrüßen, wenn diese Initiative auch weiterhin als ein breites Bündnis tätig ist. Es gilt, das Bündnis mit den bereits gewonnenen Partnern zu stärken und zusätzliche Verbündete in der Industrie zu gewinnen."

Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rats für Nachhaltige Entwicklung, wies auf die Zukunftschancen von Energieeffizienz-Lösungen hin: "Für eine verstärkte Energieeffizienz bieten sich große, heute noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten in der Energieforschungs- und Innovationspolitik. Wer immer in den kommenden Jahrzehnten kostengünstig sehr energieeffiziente Lösungen am Weltmarkt anbieten kann, wird wegen der sich abzeichnenden Nachfrage sehr gute Geschäftschancen haben."

Vertreter der Energiewirtschaft betonten den Beitrag, den Energieversorgungsunternehmen schon in der Vergangenheit für den Klimaschutz und die Senkung der CO2-Emissionen geleistet haben. Sie wiesen gleichzeitig auf die zentrale Rolle des Endverbrauchers hin, wenn es darum geht, die nationalen Verpflichtungen zum Klimaschutz zu erreichen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Umweltschutz

    Bund investiert weitere Milliarden in den Klimaschutz

    Die Klimaschutzziele der Bundesregierung drohen zu scheitern. Deshalb sollen nun weitere Milliarden investiert werden, um Industrie und Bürger zum Sparen zu bewegen.

  • Energiewirtschaft

    Experten: Industrie muss mehr in das Energiesparen investieren

    Das Energiesparen ist laut Experten in der Industrie noch immer nicht wirklich angekommen. Dabei wird hier fast die Hälfte des Stroms verbraucht. Großkonzern Bosch zeigt wie es geht: Das Unternehmen setzt auf Transparenz bei dem Thema und will so auch die Mitarbeiter motivieren.

  • Strom sparen

    Clement mahnt Verbraucher zu mehr Energieeffizienz

    Wirtschaftsminister Wolfgang Clement hat anlässlich des zweijährigen Bestehens der Initiative EnergieEffizienz die Steigerung der Energieproduktivität gefordert. Angesichts steigender Energiepreise sei es unerlässlich, den Stromverbrauch durch sinnvolle Einsparmaßnahmen zu senken.

  • Hochspannungsleitung

    Positive Zwischenbilanz zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie

    Nach 2002 hat die Bundesregierung am Mittwoch ihren zweiten Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt. Ergebnis: Seit 1999 hat man bei Energieeffizienz und Rohstoffproduktivität mächtig zugelegt.

  • Strompreise

    Rot-Grün verständigt sich auf Ex-ante- und Anreiz-Regulierung

    Die rot-grüne Bundesregierung ist der Union entgegengekommen und hat sich darauf verständigt, dass Preiserhöhungen bei den Netznutzungsentgelten künftig ex ante von der staatlichen Wettbewerbsaufsicht genehmigt werden müssen. Außerdem soll die Anreizregulierung kommen.

Top