92 Megawatt

SWM übernehmen kommunale Wärmeerzeugungsanlagen

Die Stadtwerke Magdeburg werden in den kommenden 20 Jahren die 224 kommunalen Wärmeerzeugungs- und verteilungsanlagen warten und instandhalten. Ein entsprechender Contractin-Vertrag wurde jetzt unterzeichnet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Gestern haben der Magdeburger Oberbürgermeister und die Städtischen Werke Magdeburg einen Vertrag über die Übertragung der 224 kommunalen Wärmeerzeugungs- und -verteilungsanlagen auf die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) geschlossen. Die gesamte Leistung liegt bei etwa 92 Megawatt, der Wärmeabsatz bei etwa 100 000 Megawattstunden.

Mit der Vertragsunterzeichnung wird eines der umfangreichsten Contracting-Projekte mit kommunaler Beteiligung in Deutschland gestartet. Dabei sind die SWM für die Dauer der 20 Jahre Vertragslaufzeit für alle notwendigen Investitionen sowie für Wartung und Instandhaltung zuständig. Neben der Übertragung der einzelnen Anlagen wird in dem umfangreichen Vertragswerk auch die zukünftige Möglichkeit für den Einsatz regenerativer Energieerzeugung und für neueste technische Entwicklungen, z.B. die Brennstoffzelle, geregelt. Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper wies bei der Vertragsunterzeichnung auf die erheblichen Einspareffekte für die Stadt hin: "Der Haushalt der Landeshauptstadt wird im Verwaltungshaushalt um jährlich etwa 600 000 DM entlastet, im Vermögenshaushalt können Investitionen von etwa 21,5 Millionen DM über die Vertragslaufzeit eingespart werden. In Summe erwartet die Stadt eine Entlastung von fast 36 Millionen DM." Und auch Johannes Kempmann, technischer Geschäftsführer der SWM, ist begeistert: "Dies ist ein herausragendes Beispiel für eine effiziente Zusammenarbeit einer Stadt und eines leistungsfähigen, privatwirtschaftlich organisierten Energiedienstleisters. SWM hat sich verpflichtet, überaltete Kesselanlagen kurzfristig zu erneuern. Dabei werden wir auch kleine BHKW's errichten. Insgesamt wird durch den Vertrag Arbeit im Hause SWM gesichert und es wird ein nicht unerheblicher Beitrag zum sparsamen Umgang mit Energie und damit auch zur Kohlendioxid-Reduzierung geleistet", so Kempmann.

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