Fördermittel bewilligt

Sunways-Forschung will Kosten für Solarzellen senken

Der Konstanzer Solarzellenhersteller Sunways will die Kosten der Solarzellenproduktion senken und durch verbesserte Ästhetik neue Märkte öffnen. Für ein neues Forschungsprojekt in diesem Bereich hat das Wirtschaftsministerium jetzt Fördermittel bewilligt. Ziel: Der Einsatz von preiswerterem Silizium und einfachere Weiterverarbeitung.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Sunways AG, auf dem Gebiet der Herstellung hochwertiger Silizium-Solarzellen tätig, hat sich für ein weiteres Forschungsprojekt qualifiziert. Ziel ist es, die Kosten der Solarzellenproduktion zu senken und durch verbesserte Ästhetik neue Märkte zu öffnen. Das börsennotierte Unternehmen erhält deshalb vom Wirtschaftsministerium für das Projekt "PROKON" Forschungsmittel.

In das Forschungsvorhaben PROKON (Arbeitstitel für "Entwicklung von PROduktionstechniken zur industriellen Herstellung und Verschaltung innovativer kostengünstiger RückKONtaktsolarzellen aus kristallinem Silizium") bringt die Sunways AG ihre Kernkompetenz in der Produktion der weltweit einzigen transparenten Solarzelle auf der Basis von kristallinem Silizium ein: die Technologie des mechanischen Strukturierungsverfahrens von Siliziumwafern. In diesem patentierten Verfahren wird das Ausgangsmaterial, der so genannte Siliziumwafer, mit einer mikroskopisch feinen Lochstruktur versehen. Bei der transparenten Sunways POWER Cell, die von den Konstanzern zur Produktionsreife weiterentwickelt wurde, wird so die Verbindung von ästhetischem Design und ökologischem Nutzen hergestellt. Die feine Lochstruktur macht die Solarzelle lichtdurchlässig. Damit kann Tageslicht ins Innere von Gebäuden gelangen, die an der Fassade oder auf dem Dach mit Solaranlagen bestückt sind.

Auf die bei bisherigen Solarzellen notwendigen Kontaktstreifen auf der Frontseite, die den Strom abführen, wird bei der neuen Rückkontakt-Solarzelle verzichtet. Bei der Rückkontakt-Solarzelle wird der Strom über die Oberfläche durch mehrere tausend Löcher im Siliziumwafer auf die Rückseite geleitet. So kann bei gleicher Größe der Solarzelle ein höherer Wirkungsgrad erzielt werden, denn die für den Kontakt ehemals notwendige, abgeschattete Fläche bleibt frei und erzeugt Solarstrom. Gegenüber konventionellen Solarzellen bringt der Einsatz der neuen Rückkontakt-Solarzelle aus mehreren Gründen eine Kostenersparnis: Es kann preiswerteres Siliziummaterial eingesetzt werden und die Weiterverarbeitung in Solarmodulen ist einfacher. Zudem wird der Einsatz dünnerer Siliziumwafer möglich. Ein positiver Nebeneffekt entsteht durch die gesteigerte Ästhetik der Frontseite, die eine streifenlose homogene Oberfläche erlaubt und die Rückkontakt-Solarzelle damit für die problemlose Fassadenintegration von Photovoltaik prädestiniert.

Sunways-Vorstand Roland Burkhardt bilanziert: "Niedrigere Kosten beim Einsatz der neuen Solarzellen werden die Akzeptanz von gebäudeintegrierter Photovoltaik weiter erhöhen. Durch die Beteiligung am Forschungsprojekt Prokon haben wir sicher gestellt, dass Sunways vom Marktwachstum profitieren wird."

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