Ausgewogener Energiemix vernünftig

Studie zur Verfügbarkeit von Energierohstoffen: Mittelfristig keine Engpässe

Die geologischen Vorräte von Energierohstoffen lassen mittelfristig keine Versorgungsengpässe erwarten. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt wurde. In ihr werden die weltweiten Reserven und Ressourcen von Energierohstoffen zum Jahreswechsel 2001/2002 und die Verfügbarkeiten untersucht.

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Die aktuelle Studie "Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen", die die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt hat, hat die weltweiten Reserven und Ressourcen von Energierohstoffen zum Jahreswechsel 2001/2002 und die Verfügbarkeiten nach Energieträgern und Regionen sowie deren Perspektiven unter technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen analysiert. Nach Einschätzung der BGR ist die Versorgung mit Energierohstoffen mittelfristig gewährleistet.

In 20 Jahren ist die Hälfte des weltweit gewinnbaren Öls gefördert

Beim konventionellen Erdöl wird laut Studie allerdings nach Erreichen des so genannten "depletion mid-points", also des Zeitpunkts, bei dem die Hälfte des weltweit gewinnbaren Öls gefördert sein wird, in zehn bis 20 Jahren ein Rückgang der jährlichen Fördermenge erwartet. Bei einem zur Zeit noch stetig wachsenden Erdölverbrauch weltweit könnten sich dadurch Anpassungsreaktionen ergeben. Die weltweite Rohölversorgung wird sich dann zunehmend nicht nur auf die Ausnutzung konventioneller, sondern auch nicht-konventioneller Ressourcen (Ölsand, Schwer- und Schwerstöl) stützen, die durch technischen Fortschritt und Preissteigerungen wirtschaftlich erschlossen werden können.

Clement: Förderung alternativer Energieformen ist vernünftig

Neben der Verfügbarkeit ist die ungleiche regionale Verteilung von Energierohstoffen und deren Verbrauch ein wichtiger Aspekt der Studie. So wird die Importabhängigkeit der großen Verbraucherländer Europas und Nordamerikas von den Rohstoffproduzenten, insbesondere des Nahen Ostens und Russlands, weiter zunehmen. Bundeswirtschafts- und -arbeitsminister Wolfgang Clement: "Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigen unsere Einschätzung, dass die geologischen Vorräte mittelfristig keine Versorgungsengpässe bei den Energierohstoffen erwarten lassen. Allerdings kann niemand in der aktuellen politischen Situation verlässlich die Einflüsse der Irak-Krise auf die kurzfristige Preis- und Versorgungssituation beim Erdöl absehen. Generell zeigen die zunehmende Konzentration der Lieferquellen und die Endlichkeit aller fossilen Energievorräte, dass unsere energiepolitische Ausrichtung auf Energieeinsparung, Förderung alternativer Energieformen und einen ausgewogenen Energiemix vernünftig ist."

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