Vorreiterrolle

Studie: Wasserstoff-Tankstellen billiger als bisher angenommen

Eine Studie, die der Wiesbadener Gashersteller Linde AG in Auftrag gegeben hatte, ergab, dass der Aufbau eines flächendeckenden Tankstellennetzes für Wasserstoffautos in Deutschland weit weniger kostet, als bisher angenommen. Der Energiexperte David Hart schlägt daher ein ringförmiges Netz vor.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der Aufbau eines flächendeckenden Tankstellennetzes für Wasserstoffautos in Deutschland kostet nach einer Studie im günstigen Fall etwa fünf Milliarden Euro. Wie die "Berliner Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine Untersuchung des Energieexperten David Hart schreibt, könnte der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur deutlich günstiger werden, als bislang angenommen. Frühere Prognosen gehen von Kosten im zweistelligen Milliardenbereich aus.

Um Deutschlands Vorreiterrolle in der Entwicklung von Wasserstofffahrzeugen zu erhalten, schlägt Hart, der auch die britische Regierung berät, vor, die Autobahnen zwischen Berlin, Wolfsburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München und Dresden ringförmig mit Wasserstofftankstellen auszustatten.

Die Studie, die der Wiesbadener Gashersteller Linde AG in Auftrag gegeben hatte, wird an diesem Donnerstag auf dem International Hydrogen Day in Berlin vorgestellt. An dem Branchentreffen nehmen neben Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) Wasserstoffexperten der EU, der Vereinten Nationen sowie aus Japan und den USA teil.

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