Unternehmensberater

Studie untersucht Erwartungen an Sicherung der Energiequalität

Wie eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan zeigt, achten Kunden in Europa bei der Auswahl von Ausrüstungen zur Sicherung der Energiequalität vor allem auf Zuverlässigkeit der Produkte, Wartung und Serviceleistungen. Außerdem sollen sich die Anbieter aktiv auf ihre Bedürfnisse einstellen und wegweisende Lösungen sowie neue Dienstleistungen anbieten.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Angesichts günstiger Absatzerwartungen in Bereichen wie Telekommunikation, Kliniken und Flughäfen sind die Perspektiven für Anbieter von Ausrüstungen zur Sicherung der Energiequalität recht vielversprechend. Wie eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan zeigt, achten Kunden in Europa bei der Auswahl von Ausrüstungen zur Sicherung der Energiequalität vor allem auf Zuverlässigkeit der Produkte, Wartung und Serviceleistungen. Darüber hinaus wird erwartet, dass sich die Anbieter aktiv auf ihre Bedürfnisse einstellen und wegweisende Lösungen sowie neue Dienstleistungen anbieten.

"Wer sich auf diese Weise vom Rest des Marktes abgrenzen kann, verschafft sich dadurch einen deutlichen Wettbewerbsvorteil", erläutert Anne-Corinne Barbier, Branchenanalystin bei Frost & Sullivan. "Deshalb sollten die Hersteller vorausschauend und kreativ auf gegenwärtig ungenutzte Chancen setzen. Bei den zahlreichen hochwertigen Angeboten und dem derzeit sehr intensiven Wettbewerb wird die Differenzierung, auch wenn sie schwer zu erreichen ist, zum entscheidenden Instrument, um neue Marktpotenziale zu erschließen."

Insbesondere die Anwender von unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV) erwarten von den Herstellern, dass sie kreativ und innovativ an der Verbesserung ihrer USV-Modelle arbeiten. Gefragt sind vor allem zuverlässigere Batterien oder generell effizientere Wege der Energiespeicherung. Außerdem erhoffen sich die Kunden laut Studie Kostensenkungen für Wartung und Ersatz der Batterien. Anwender auf dem Telekommunikationsmarkt und Datenzentren sind an kompakteren Einheiten interessiert und sehen darin eine entscheidende Anforderung.

Auf dem Markt für Gleichstromsysteme hat es in den letzten Jahren trotz der im Kern ausgereiften Technologie zahlreiche Produktverbesserungen gegeben. Wie die Analyse zeigt, reagieren die Anwender weitgehend positiv auf solche Verbesserungen. Großen Anklang bei Datenzentren fand insbesondere das Angebot skalierbarer Lösungen, die es den Anwendern ermöglichen, das Versorgungsniveau dem aktuellen Versorgungsbedarf anzupassen.

Die meisten Anwender bekräftigen nachdrücklich den hohen Stellenwert, den die Energiequalität für sie hat. Sie geben an, dass sie im Falle einer Unterbrechung der Stromversorgung vor Ort unter Umständen Verluste bei Produktion, Umsatz und Daten hinnehmen müssten. Hinzu kommen die Zeit für das Wiederanfahren von Anlagen, Schäden an Ausrüstungen und Ausschuss. Andererseits zeigt die Analyse, dass die Anwender die Energiequalität trotzdem nicht generell vor Ort überwachen. Zum Teil herrschen falsche Vorstellungen wie etwa die Annahme, dass jede Art USV-System alle Energieprobleme löst. Hier könnte ein Grund für die geringe Nachfrage nach Energiekonditionierern oder Überspannungsbegrenzern liegen. Darüber hinaus wissen viele Nutzer zwar, welche Art Schutz ihre Ausrüstung bietet, kennen aber die vorhandenen Alternativen oder Ergänzungslösungen nicht.

Daher sei die Information der Kunden unerlässlich, empfehlen die Unternehmensberater. Die Hersteller müssen zunächst identifizieren, gegen welche Art Beeinträchtigungen der Energiequalität sich die Kunden absichern wollen. Außerdem sollten sie gezielt über Ausrüstungen wie Überspannungsbegrenzer und Energiekonditionierer informieren sowie ihre Marke bzw. ihr Corporate Image in Sektoren und geographischen Regionen bekannter machen, wo sie noch zu wenig präsent sind.

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