Entwicklung

Studie: Mehr Bewegung im deutschen Energiemarkt

In den deutschen Energiemarkt kommt immer mehr Bewegung. Grund dafür ist nicht nur die weiter wachsende Wechseldynamik bei Privathaushalten, sondern durch bevorstehende Veränderungen bei den Eigentümerstrukturen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Die Consline AG sieht neben dem wahrscheinlichen Verkauf der Thüga als wichtige Weichenstellung in naher Zukunft weitere bedeutende Entwicklungen: Relativ unbeachtet geht etwa der auf Druck der Europäischen Kommission von E.ON initiierte Tausch bzw. Verkauf von Kraftwerkskapazitäten in Deutschland über die Bühne. So wurden bereits wichtige Vereinbarungen mit Statkraft, Electrabel und EnBW sowie jüngst mit dem österreichischen Verbund getroffen - mit gravierenden Folgen für die Großhandelsebene.

Des Weiteren eröffnen sich interessante Optionen durch die zu erwartenden Veräußerungen von Beteiligungen, die sich durch die geplanten Übernahmen von Essent und Nuon durch RWE bzw. Vattenfall ergeben. Bei Vattenfall stehen neben dem deutschen Endkundengeschäft von Nuon z.B. auch die Anteile an der Schweriner WEMAG und evtl. auch an den Stadtwerken Kassel sowie der ENSO zur Disposition. Bei dem Dresdner Unternehmen könnten sich durch den geplanten Einstieg von EnBW bei VNG ebenfalls Veränderungen ergeben.

Gute Chancen für Stadtwerke-Kooperationen

Im Zuge des wachsenden Trends der Re-Kommunalisierung der Energieversorgung und des sich verschärfenden Wettbewerbs um auslaufende Netzkonzessionen bieten sich gerade für Stadtwerke-Kooperationen wie der 8KU-Gruppe oder Trianel und strategische Allianzen wie Integra, Kom9 oder der Energieallianz Bayern große Chancen.

Nicht zu vergessen sind dabei nach wie vor ausländische Konkurrenten, die bereits in den Startlöchern stehen. Dabei sind es nicht nur die etablierten Konzerne aus Westeuropa, die ein Auge auf den deutschen Markt werfen, sondern mit wachsender Tendenz auch Unternehmen aus Osteuropa. Als Beispiel sei hier nur die Übernahme der MIBRAG durch CEZ bzw. die J&T-Gruppe genannt.

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