Nachgefragt

Studie: Heizung bleibt bei vielen Deutschen aus

In vielen deutschen Haushalten bleibt die Heizung trotz sinkender Temperaturen kalt, so das Ergebnis einer Umfrage. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, um bei den Heizkosten zu sparen.

Heizkosten© Wolfgang-S / Fotolia.com

Berlin – Die Heizsaison hat begonnen, doch für etwa 55 Prozent der deutschen Eigenheimbesitzer bleibt die Heizung vermutlich vorerst kalt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie im Auftrag von TopTarif und Thermondo. Etwa jeder zweite Befragte (47 Prozent) gab an, das Heizen so lange wie möglich hinauszögern zu wollen – 8 Prozent wollen sogar erst heizen, wenn es draußen bitterkalt ist.

Wohlfühltemperatur der Mehrheit liegt bei 20 bis 22,5 Grad

In jedem dritten Haushalt (38 Prozent) war die richtige Raumtemperatur schon einmal Streitthema, berichtet das Vergleichsportal. Frauen mögen es bekanntermaßen wärmer als Männer. Das bestätige auch die Studie: Tendenziell liege die Wohlfühltemperatur der weiblichen Befragten höher als die der Männer – besonders ab 23 Grad Raumtemperatur. Geschlechterübergreifend fühle sich die Mehrheit (64 Prozent) zwischen 20 und 22,5 Grad am wohlsten. Rund ein Viertel möge es noch wärmer: 23 bis 25,5 Grad.

Einig seien sich die Geschlechter in allen Altersgruppen dagegen bei den Ausgaben. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) gaben an, ihr Heizverhalten aus Kostengründen einzuschränken. Darunter waren nahezu gleich viele Haushalte mit und ohne Kinder.

Ölheizer profitieren von niedrigen Preisen

Dreiviertel der Befragten gaben an, ihr Eigenheimen mit einer Gas- (49 Prozent) oder Ölheizung (24 Prozent) zu beheizen. Dabei profitieren Verbraucher mit einem Heizöltank von dem starken Ölpreisverfall der vergangenen zwei Jahre. Auch wenn der Preis für leichtes Heizöl in Deutschland in der ersten Jahreshälfte wieder leicht angestiegen ist, liegt der durchschnittliche Heizölpreis (38,85 Euro/hl) noch deutlich unter dem vom Vorjahr (51,58 Euro/hl).

Beim Gas kommt es auf den Versorger an

Die Preisunterschiede auf dem Gasmarkt sind aktuell so groß wie lange nicht mehr: Eine Familie mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas bezahlt im teuren Grundversorgungstarif derzeit durchschnittlich 1.448 Euro pro Jahr. Das günstigste Angebot kostet hingegen nur 739 Euro jährlich. Der Preisunterschied beträgt 49 Prozent – das entspricht einer jährlichen Entlastung von 709 Euro.

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