Kraftwerkspark bis 2020

Studie: Energiemix schützt vor Risiken

VDEW-Chef Eberhard Meller erwartet für den zukünftigen Kraftwerkspark "keine Wundertechnik" sondern einen Energiemix, der Preis- und Sicherheitsrisiken minimiert. Er stellte gestern in Berlin eine Studie des Bremer Energie Institutes vor, die Entscheidungshilfen für Politik und Wirtschaft liefern soll.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Deutschland braucht einen Energiemix, der Preis- und Sicherheitsrisiken minimiert. Die Vor- und Nachteile einzelner Energieträger müssen im Sinne der höchsten volkswirtschaftlichen Effizienz kombiniert werden." Das erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), gestern in Berlin.

Er bezog sich dabei auf eine Studie des Bremer Energie Institutes unter der Leitung von Professor Wolfgang Pfaffenberger, die Entscheidungshilfen für Politik und Wirtschaft liefern soll. Grund: Die Energiewirtschaft müsse bis 2020 zwischen 40 000 bis 50 000 Megawatt Kraftwerksleistung ersetzen. Der Baubedarf sei abgeleitet aus der Altersstruktur des deutschen Kraftwerksparks sowie dem politisch gewollten Ersatz der Kernkraftwerke, erläuterte Meller. Für den zukünftigen Kraftwerkspark gebe es demnach keine Wundertechnik. "Die Politik muss die Weichen am Kraftwerksstandort Deutschland richtig stellen", betonte Meller abschließend.

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