Statistik

Stromversorger steigern 2003 Erlöse um 9,2 Prozent

Im Jahr 2003 sind, wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren, die Durchschnittserlöse der Stromversorger gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, lag der vorläufige Durchschnittserlös aus der Abgabe von Strom an Letztverbraucher im Jahr 2003 bei 8,78 Cent pro Kilowattstunde.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die deutschen Stromversorger haben im Jahr 2003 höhere Erlöse erzielt als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt heute meldete, lag der vorläufige Durchschnittserlös aus der Abgabe von Strom an Endverbraucher bei 8,78 Cent pro Kilowattstunde. Das waren 9,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, aber 6,7 Prozent weniger als 1991. Den niedrigsten Durchschnittserlös in diesem Zeitraum erzielten die Elektrizitätsversorgungsunternehmen im Jahr 2000 mit 7,43 Cent pro Kilowattstunde.

Die Statistiker wiesen ausdrücklich darauf hin, dass in den Erlösen neben Arbeits-, Leistungs- und Verrechnungsentgelten auch Netznutzungsentgelte, Stromsteuer sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz enthalten sind. Nicht enthalten sind die Mehrwertsteuer und rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen. Zu den Gewinnen wurden keine näheren Angaben gemacht.

Die Sondervertragskunden in Industrie und Gewerbe sowie seit Beginn der Liberalisierung im Jahr 1998 in geringem Umfang auch private Haushalte mit entsprechend hohem Stromverbrauch zahlten 2003 den Angaben zufolge im Schnitt mit 6,28 Cent pro Kilowattstunde elf Prozent mehr als im Jahr zuvor, aber 19 Prozent weniger als 1991. Bei den Tarifkunden erlösten die Versorger 2003 mit 13,61 Cent pro Kilowattstunde im Schnitt einen wesentlich höheren Betrag als bei den Sondervertragskunden. Dieser Durchschnittserlös lag damit um acht Prozent höher als 2002 und um 15 Prozent höher als 1991.

Insgesamt gaben die Versorger im Jahr 2003 an Endverbraucher 483,3 Milliarden Kilowattstunden Strom ab, 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr und 16 Prozent mehr als 1991. Die privaten Haushalte hatten mit 138,5 Milliarden Kilowattstunden einen Anteil von 29 Prozent am Gesamtabsatz und stellten mit 84 Prozent die größte Gruppe unter den Tarifkunden. Hauptabnehmer von Strom waren jedoch die Sondervertragskunden mit 318,5 Milliarden Kilowattstunden, das waren zwei Drittel der Gesamtabgabe an Endverbraucher.

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