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Stromversorger sollen billigere Emissionsrechte weitergeben

Die günstiger gewordenen Emissionsrechte sollten auch Vorteile für die Stromkunden haben. Eine Weitergabe der besseren Konditionen forderte sowohl Umweltminister Gabriel als auch der Vorsitzende des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (sm) - Umweltminister Sigmar Gabriel hat laut einem Vorabbericht des Handelsblatts die großen deutschen Stromversorger aufgefordert, Einsparungen aus den billiger gewordenen Verschmutzungsrechten an die Endkunden weiterzugeben. Alles andere wäre "schlicht Abzocke", so der Minister. Die Zertifikate-Preise seien im Keller, und davon sollten auch die Stromkunden profitieren.

Gabriel sieht die Energieversorger nach eigenen Angaben vor allem deshalb jetzt in der Pflicht, weil die Konzerne viele Preiserhöhungen schließlich mit den hohen Preisen für die Verschmutzungsrechte begründet hatten. Schützenhilfe erhielt der Minister vom Verbandschef der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), Alfred Richmann. Auch Richmann, dessen Verband vor allem solche Konzerne vertritt, die selbst viel Strom verbrauchen, forderte eine Weitergabe der Kostenersparnis an die Kunden.

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