Umweltschutz-Bilanz

Stromversorger senken Ausstoß von Kohlendioxid

Um etwa acht Prozent haben die deutschen Stromversorger in den vergangenen zehn Jahren den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Kraftwerke gesenkt. Das liegt u.a. am verstärkten Einsatz von Erdgas und erneuerbaren Energien.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Die deutschen Stromversorger haben die Kohlendioxid-Emissionen ihrer Kraftwerke von 1990 bis 2000 um knapp acht Prozent vermindert. Obwohl die Stromproduktion aus Kohle, Öl und Gas um gut fünf Prozent stieg, sank der jährliche Ausstoß des gefährlichen Treibhausgases von 289 Millionen Tonnen auf 267 Millionen Tonnen. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach neuesten Erhebungen.

"Die Selbstverpflichtung der Stromwirtschaft zum Klimaschutz zeigt Wirkung", betont VDEW-Präsident Günter Marquis. "Die bisher erreichte Reduzierung von nahezu 22 Millionen Tonnen belegt, dass die Stromversorger mit ihrer Selbstverpflichtung im Plan liegen", erklärt er zum bevorstehenden Klimagipfel in Bonn. 1996 hatte sich die Stromwirtschaft verpflichtet, ihre Kohlendioxid-Emissionen bis 2015 um zwölf Prozent auf etwa 255 Millionen Tonnen zu senken. Entscheidenden Anteil an der Minderung hätten Maßnahmen zur Erhöhung der Wirkungsgrade bei bestehenden Kraftwerken, erklärt der VDEW. Hinzu komme - insbesondere in den neuen Bundesländern - der Bau moderner Anlagen mit besonders hoher Effizienz. Weitere Ursachen der Kohlendioxid-Reduzierung seien ein verstärkter Einsatz von Erdgas, der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Förderung und Nutzung erneuerbarer Energien.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Industriebetrieb

    Deutlich geringerer Energieverbrauch bis 2040

    Der Energieverbrauch in Deutschland wird bis 2040 um rund ein Drittel sinken, schätzt der Energiekonzern ExxonMobil. Vor allem beim Kraftstoff und bei der Heizenergie werde der Verbrauch durch mehr Effizienz zurückgehen.

  • Netzausbau

    Energiesektor: Mehr Geld für Atomkraft - Stillstand bei Ökostrom

    Im Energiesektor wurde global betrachtet 2015 wieder deutlich mehr in Atomkraft investiert. Auch für alte Kohlemeiler wurde viel Geld ausgegeben. Bei Öl und Gas war ein Rückgang zu beobachten, während bei den Erneuerbaren der Geldfluss unverändert blieb.

  • Strom sparen

    Weniger Schwefeldioxid aus Kraftwerken

    Die Umweltschutzbilanz der deutschen Stromversorger kann sich sehen lassen. In den vergangenen neun Jahren konnte der Ausstoß von Schwefeldioxid von 1,79 auf 0,14 Millionen Tonnen gesenkt werden.

  • Hochspannungsmasten

    Staat treibt Strompreise in die Höhe

    Der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Walter Hirche, fordert den sofortigen Stopp der Ökosteuer, weil der Verbraucher schon genug belastet ist.

  • Strompreise

    RWE: Ergebnis in den ersten neun Monaten gestiegen

    Der Essener Energiekonzern RWE konnte sein Betriebsergebnis in der vergangenen neun Monaten um fast 35 Prozent steigern. Damit fiel der Zuwachs stärker aus als angekündigt.

Top