"Stromrebell" spricht von "verbotenem Preismissbrauch"

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Kurt Markert, Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin und wiederholt in den Medien als "Stromrebell" hervorgetreten, hat bei dem Berliner Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU) den Antrag gestellt, die erst im März ausgesprochene Genehmigung für die Tarife des Berliner Stromanbieters Bewag zu widerrufen. Markert, der bis zu seiner Pensionierung Mitte 1998 zuständiger Abteilungsleiter des Bundeskartellamts war, bezeichnete die Preise als "nicht genehmigungsfähig". Grund: In Berlin werde Strom von anderen Versorgern zu Preisen angeboten, die "erheblich mehr als zehn Prozent" unter den Tarifen der Bewag lägen. Ein 4-Personen-Haushalt etwa, der den RWE-"Privatstrom" bezieht, könne bei einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 4000 Kilowattstunden 252 DM gegenüber dem Bewag-Angebot sparen. Bei einem 1-Personen-Haushalt (1600 Kilowattstunden Verbrauch) ließen sich noch 57 DM sparen.


In dem Schreiben vertrat Markert die Meinung, dass die gegenwärtigen Bewag-Prese einen "verbotenen Preismissbrauch" darstellen würden. Die Berliner Privathaushalte hätten einen Anspruch darauf, vor solchen rechtswidrigen Tarifen durch die Preisgenehmigungsbehörde - also die Wirtschaftsverwaltung des Senats -, geschützt.

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