Marktlücken

Strompreissprünge Ende 2001: Kälte heizte Strombörsen ein

Eine Analyse der Strompreisschwankungen vom 17. bis 19. Dezember 2001 durch den VDEW hat ergeben, dass der unerwartete Kälteeinbruch in ganz Europa der ausschlaggebende Grund dafür gewesen ist. Verantwortlich seien zudem Kraftwerksausfälle in Frankreich und der Enron-Zusammenbruch gewesen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Auslöser der extremen Preissprünge an den deutschen Strombörsen im Dezember 2001 waren nach Angaben des Verbands der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) mehrere unterschiedliche Faktoren. Unterm Strich hätten im Stromhandel – wie bei anderen Waren- und Terminmärkten - kleine Marktlücken große Preisausschläge bewirkt.

Zwischen dem 17. und dem 19. Dezember 2001 hatte es am Spotmarkt Preissprünge von etwa 300 Euro je 1000 Kilowattstunden Grundlast-Strom gegeben. Der Preis für Spitzenlast-Kontrakte schnellte von 27,55 Euro auf 445,09 Euro für 1000 Kilowattstunden. Nach Angaben des Spitzenverbandes war der unerwartete Kälteeinbruch in ganz Europa der Hauptgrund. Erstmalig seien die Spitzen des Stromverbrauchs zeitgleich in sieben europäischen Ländern aufgetaucht. Das habe die Kraftwerksreserven vermindert und die Nachfrage an den Börsen erhöht. Hinzu kamen, so VDEW, Kraftwerksausfälle in Frankreich sowie der Zusammenbruch des US-Stromhändlers Enron.

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