Verhandlungen kurz vor dem Abschluss

Stromkabel für Nordsee-Windparks gebündelt über Norderney

Die Stromkabel der vor der niedersächsischen Küste geplanten Offshore-Windparks sollen gebündelt über die ostfriesische Insel Norderney zum Festland geführt werden. Dies teilte Magnus Buhlert, Sprecher des niedersächsischen Umweltministeriums, auf ddp-Anfrage in Hannover mit.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Norderney (ddp/sm) - Damit sollten die Voraussetzungen für den Bau von neun Windparks in der Nordsee geschaffen werden. Die Verhandlungen mit den Planern der Windparks stünden kurz vor dem Abschluss. Die Planer hätten ein Finanzierungskonzept vorgelegt, das noch konkretisiert werden müsse. Die Stromleitungen seien für eine Leistung von 3000 Megawatt ausgelegt.

Dem Ministeriumssprecher zufolge ist vorgesehen, die Stromkabel der Windparks an einem Sammelpunkt nördlich der Insel Juist zusammenzuführen. Dort sollen sie gebündelt in einer gemeinsamen Trasse nach Norderney geführt werden. Auf der Insel sei geplant, die Leitungen unter einer Straße hindurch zu verlegen. Zugleich sollen möglichst viele Leerrohre für spätere Windparks eingebaut werden, um die Arbeiten auf eine Bauphase zu beschränken. Aufgrund einer enormen Hitzeentwicklung der dicken Stränge sei eine starke Ummantelung der Rohre notwendig. "Unser Interesse ist ein einmaliger Eingriff in die Natur möglichst im nächsten Winter", so Buhlert.

Top