EEG-Ausgleichsregelung

Stromintensive Unternehmen von EEG-Abgaben befreit

Besonders energieintensive Unternehmen werden auch 2009 bei ihren Stromkosten entlastet, informiert das Bundesumweltministerium. Im Gegenzug müssen die Unternehmen ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nachweisen, das betriebliche Energieeinsparpotentiale erfasst und bewertet.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Von der entsprechenden Ausgleichsregelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden den Angaben zufolge im kommenden Jahr etwa 460 Firmen des produzierenden Gewerbes profitieren, zum Beispiel Aluminiumhütten und rund 50 Bahnunternehmen. Das Gesamtvolumen ihrer Begünstigung dürfte 2009 in einer Größenordnung von etwa 700 Millionen Euro liegen.

Nach dem EEG werden die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien auf die Stromverbraucher umgelegt. Für besonders stromintensive Unternehmen enthält das EEG dabei eine Ausgleichsregelung.

2009 werden etwa 5 Prozent mehr Unternehmen als im Vorjahr von der Ausgleichsregelung des EEG profitieren. Hauptgrund hierfür ist, dass angesichts der zuletzt noch guten Konjunktur und steigender Strompreise eine wachsende Zahl von Unternehmen die Eingangskriterien der Regelung erfüllen.

Im Gegenzug zu ihrer Entlastung müssen begünstigte Unternehmen vom kommenden Jahr an nachweisen, dass sie mit Hilfe eines zertifizierten Energiemanagementsystems ihre betrieblichen Energieeinsparpotentiale systematisch erfassen und bewerten. Das regelt die im Sommer beschlossene Neufassung des EEG, die zum 1. Januar 2009 in Kraft tritt. Mit ihr werden zudem das Antrags- und Bewilligungsverfahren der Ausgleichsregelung deutlich vereinfacht und um eine Sonderregelung ergänzt, durch die neu gegründete Unternehmen früher als bislang von der Begünstigung profitieren können.

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