Strom-Transitland Deutschland

Stromimporte im ersten Halbjahr: Geringere Einfuhren, mehr Ausfuhren

Aufgrund geringerer Stromimporte aus Frankreich sanken die Stromeinfuhren im ersten Halbjahr 2004 um etwa zehn Prozent. Im Gegensatz dazu nahmen die Exporte um drei Prozent auf 27 Milliarden Kilowattstunden zu. Hauptgrund hierführ sind verstärkte Lieferungen in die Niederlande.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Strom-Transitland Deutschland: Im ersten Halbjahr 2004 bewirkten geringere Importe einen Ausfuhrüberschuss. Mit rund sechs (erstes Halbjahr 2003: drei) Milliarden Kilowattstunden Strom entsprach er zwei Prozent der deutschen Stromproduktion. Das meldet der Verband der Netzbetreiber (VDN) beim Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach ersten Erhebungen.

In der Halbjahresbilanz verzeichnet Deutschland Stromeinfuhren von knapp 21 Milliarden Kilowattstunden. Wichtigster Grund für das Minus von zehn Prozent, so der VDN beim VDEW, dürften geringere Stromlieferungen aus Frankreich gewesen sein.

Die deutschen Stromexporte machten knapp 27 Milliarden Kilowattstunden aus, ermittelten die Netzbetreiber. Den Zuwachs von drei Prozent erklären sie vor allem mit verstärkten Lieferungen in die Niederlande.

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