Zusammenarbeit

Stromherkunft: Versorger bekommen fünf Prozent von Industrie und privaten Erzeugern

Im Vergleich zu 1996 haben die deutschen Stromversorger im vergangenen Jahr sieben Prozent mehr Strom verkauft. Insgesamt waren es 482 Milliarden Kilowattstunden. Davon erzeugten sie 94 Prozent selbst. 15 Milliarden Kilowattstunden lieferte die Industrie, 14 Milliarden die privaten Stromerzeuger.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die deutschen Stromversorger verkauften 2001 mit 482 (1996: 452) Milliarden Kilowattstunden etwa sieben Prozent mehr Strom als fünf Jahre zuvor. 94 (95) Prozent des Absatzes stammten aus eigener Erzeugung, sechs (fünf) Prozent wurden von der Industrie und den privaten Erzeugern geliefert. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

Die Industrie lieferte 2001 dabei fast fünf Milliarden Kilowattstunden weniger als 1996. Dennoch verkauften die Betriebe 15 Milliarden Kilowattstunden (40 Prozent) ihrer Stromproduktion an die Elektrizitätswirtschaft. Bei dieser Zusammenarbeit wird insbesondere Überschussstrom aus rationeller Energienutzung wie Kraft-Wärme-Kopplung verwertet.

Private Erzeuger lieferten den Stromversorgern 2001 mit 14 Milliarden Kilowattstunden rund zweieinhalb mal so viel Strom wie 1996. Diesen starken Zuwachs, so VDEW, bewirkte vor allem die gesetzlich vorgeschriebene hohe Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien.

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