Strommarkt Deutschland

Stromerzeugung: 223 Millionen Kohlendioxid gespart

In seiner neuen Broschüre "Strommarkt Deutschland" hat der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) herausgestellt, dass durch die Produktion von Strom in Atomkraftwerken oder aus erneuerbaren Energien im Jahr 2004 der Ausstoß von etwa 223 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden wurde.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Stromproduktion aus Kernkraft und erneuerbaren Energien vermied im Jahr 2004 etwa 223 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Diese Ersparnis war deutlich höher als beispielsweise die Emissionen des gesamten Verkehrs von knapp 180 Millionen Tonnen, berichtet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) in seiner neuen Broschüre "Strommarkt Deutschland".

Den größten Anteil an kohlendioxidfreier Stromerzeugung habe 2004 wieder die Kernenergie gehabt. Sie vermied 164 (1994: 155) Millionen Tonnen des Klimakillers. Die Kernkraftwerke hatten 2004 einen Anteil von rund 30 (1994: 33) Prozent an der deutschen Stromerzeugung.

Der Beitrag der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung stieg 2004 auf zehn (1994: fünf) Prozent. Der Ökostrom ersparte der Umwelt im Vergleich zur Stromproduktion aus Kohle 59 (1994: 23) Millionen Tonnen Kohlendioxid ermittelte der VDEW.

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