Strombörsen: Leipzig kontra Frankfurt

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Nicht nur die Stromanbieter fürchten die Konkurrenz, auch die Eröffnung der zwei neuen Strombörsen in Deutschland könnte im kommenden Jahr zu einem Verdrängungswettbewerb führen. Die Leipziger Power Exchange (LPX) und die European Energy Exchange (EEX) in Frankfurt/Main wollen im Jahr 2000 mit dem Stromhandel in Deutschland starten und bisher ist keine Kooperation der beiden Handelsplätze geplant.


Die Leipziger Strombörse beginnt mit dem Spothandel - dem kurzfristigen Liefergeschäft - und will ihr Angebot um Terminkontrakte erweitern. Durch die Kooperation mit der skandinavische Strombörse Nord Pool hat die Power Exchange einen erfahrenen Partner vorzuweisen. In Frankfurt hingegen beginnt das Stromgeschäft mit dem Terminhandel zur Absicherung langfristiger Stromgeschäfte, soll jedoch mittelfristig um einen Spotmarkt erweitert werden. Durch die Muttergesellschaft Eurex kann die Frankfurter Energie Exchange von reichhaltigen Erfahrungen im Termingeschäft profitieren, denn die Eurex ist aus dem Zusammenschluss der Deutschen Terminbörse und der schweizerischen Terminbörse hervorgegangen. Außerdem kooperiert die EEX mit der New York Mercantile Exchange (NYMEX), der größten Strombörse der Welt.


Welches Konzept das bessere ist, welche Strombörse sich also in Deutschland behaupten wird, vermag zu diesem Zeitpunkt noch niemand zu sagen. Doch im Laufe des kommenden Jahres wird sich ein Trend für einen dieser Handelsplätze abzeichnen.

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