Schuld- und Haftungsfragen klären

Stromausfall: Pfalzwerke wollen Regressansprüche prüfen

Der Stromausfall am letzten Dienstag hatte die Südwestpfalz und angrenzende Teile des Saarlandes mitunter länger als eine Stunde lahm gelegt. Nach Unternehmensangaben ist ein Ausfall dieses Ausmaßes "so noch nicht vorgekommen". Daher sollen jetzt Regressansprüche der Kunden geprüft werden.

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Ludwigshafen (ddp-rps/sm) - Nach dem Stromausfall am vergangenen Dienstag in der Südwestpfalz und in angrenzenden Teilen des Saarlandes wollen die Pfalzwerke mögliche Regressansprüche von Kunden gegen die ausführende Baufirma oder deren Versicherer prüfen. So weit es dem Unternehmen möglich sei, würden die Kunden bei der Schadenregulierung unterstützt, sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Donnerstag in Ludwigshafen.

Im Vordergrund stünden die Aufnahme der Schäden, juristische Schuld- und Haftungsfragen und die Information der Kunden. Ob gezahlt werde, stehe noch keineswegs fest, betonte die Sprecherin. Angaben zur Gesamtschadenshöhe wurden zunächst nicht bekannt. Einen durch einen Medienbericht verbreiteten Schaden in zweistelliger Millionenhöhe wollte die Sprecherin nicht bestätigen.

Vom Stromausfall waren den Angaben nach 225 Ortschaften in der Westpfalz und im Saar-Pfalz-Kreis, unter anderem Homburg an der Saar, Zweibrücken, Pirmasens, Landstuhl, Gersheim, Kusel und Lauterecken betroffen. Der Ausfall war durch einen Kurzschluss verursacht worden. Dieser war bei Umbauarbeiten in der Umspannanlage Otterbach im Kreis Kaiserslautern entstanden, nachdem ein Kran Anlagenteile beschädigt hatte. Menschen wurden nicht verletzt.

Der Stromausfall hatte die Regionen mitunter länger als eine Stunde lahm gelegt. Im Laufe der Zuschaltungen war es in Pirmasens und Homburg, Bruchhof sowie Opel und Reckweilerhof zu Überspannungen gekommen, da in den drei Anlagen die automatische Regelung ausgefallen war. Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe hatten in den Umspannwerken die Spannung per Hand nach unten geregelt. Nach Unternehmensangaben ist ein Ausfall dieses Ausmaßes "so noch nicht vorgekommen".

Nach Informationen der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" (Donnerstagausgabe) stand die Produktion in den Industriegebieten von Homburg und Pirmasens durch den Ausfall stundenlang still. Dabei seien zahlreiche teure Maschinen beschädigt worden.

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