Strom und Gas
Zahlreiche Anbieter kündigen Preiserhöhungen an
Zum Dezember und Januar haben 62 Stromanbieter Preiserhöhungen von durchschnittlich drei Prozent angekündigt. Im Gasbereich haben 53 Versorger Preiserhöhungen von rund acht Prozent bekannt gegeben, wie das Verbraucherportal Verivox berichtet. Beim Strom sind höhere Einkaufspreise und höhere Netzentgelte Gründe für den Preisanstieg.
Heidelberg (red) - Die Preiserhöhungen im Bereich Strom bedeuten für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh eine jährliche Mehrbelastung von 32 Euro.
Die Preissteigerungen sind laut Verivox auf eine Erhöhung der Netzentgelte, die leicht gestiegene EEG-Umlage sowie auf höhere Einkaufspreise im Großhandel zurückzuführen. Wie stark und warum ein einzelner Stromanbieter die Preise erhöht, hängt jedoch von der individuellen Einkaufspolitik ab. Zusätzlich spielt es eine Rolle, ob der Anbieter eher auf eine Erhöhung des Kundenstammes oder den Ausbau der Gewinnmarge aus ist.
Gaspreise steigen noch stärker an
Die Gaspreissteigerungen von durchschnittlich acht Prozent schlagen sich für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh in jährlichen Mehrkosten von 112 Euro nieder.
Die Preiserhöhungen dürften zum größten Teil der Ölpreisbindung geschuldet sein, in deren Rahmen die Gaspreise an die Entwicklung der Heizölpreise gekoppelt werden. Diese Preisbindung hat im Laufe der letzten beiden Jahre zwar an Bedeutung verloren, doch ein großer Teil der Bezugsverträge von Gasanbietern enthalten nach wie vor entsprechende Preisanpassungsklauseln. Da die Ölpreise im Laufe des Jahres auf einem hohen Niveau geblieben sind, geben diese Gasanbieter die erhöhten Bezugskosten entsprechend weiter.
Preise vergleichen und Erhöhungen umgehen
Die angekündigten Preiserhöhungen können durch den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter in der Regel mehr als wett gemacht werden. Daher sollten alle Verbraucher, die von den aktuellen Preiserhöhungen betroffen sind, einen Preisvergleich machen und zu einem günstigeren Versorger wechseln.
Das könnte Sie auch interessieren
Strom seit 2004 fast 40 Prozent teurer geworden
Infolge der Energiewende befürchten viele in Zukunft stark steigende Strompreise. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox betont jedoch, dass sich die Energiewende unbedingt daran schuld ist. Strompreisentwicklungen in der Vergangenheit würden nicht darauf schließen lassen, der Trend nach oben ist jedoch deutlich - ob mit oder ohne Energiewende.
weiter...
Erneuerbare Energien könnten Strom noch mal verteuern
Die erneuerbaren Energien könnten Strom in diesem Jahr einem Bericht zufolge noch einmal deutlich teurer machen. Die EEG-Umlage zur Förderung von Strom aus regenerativen Quellen könnte in diesem Jahr nämlich um ein Drittel steigen. Wenn dem so wäre, würden die Strompreise merklich anziehen.
weiter...
E.on nimmt von Millionen Kunden höhere Strompreise
Sechs von sieben E.on-Netzgesellschaften nehmen ab Juni höhere Preise. Zwischen 4,4 und 7 Prozent sollen sich die Preissteigerungen bewegen; am dicksten kommt es für Kunden in Schleswig-Holstein. Knapp sechseinhalb Millionen Haushalte sind in mehreren Bundesländern von den höheren Strompreisen betroffen.
weiter...
E.on-Chef fordert Strom-Zuschüsse für Geringverdiener
In Anbetracht der stetig steigenden Preise für Strom hat sich der Chef des Energieriesen E.on für Zuschüsse an Stromkunden eingesetzt. Diese sollen jedoch nur an Geringverdiener gehen. E.on weist überdies Vorwürfe zurück, die Unternehmen hätten die Strompreise in den vergangenen Jahren über Gebühr angehoben.
weiter...
Schnellerer Anbieterwechsel für Stromkunden kommt (Upd.)
Verbraucher können ihre Energieanbieter künftig schneller wechseln. Der Bundesrat hat nun der Regelung zugestimmt, wonach es möglich sein wird, Strom- und Gasverträge innerhalb von zwei Wochen zu kündigen. Das neue Gesetz tritt voraussichtlich noch im April in Kraft.
weiter...




