Studie
Verband: Solarenergie senkt Börsenpreise für Strom
Eine in Auftrag gegebene Studie des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) brachte jetzt ans Licht, dass Sonnenenergie Strompreise an der Börse günstiger werden lasse. Die Profiteure dieses positiven Effekts sind aber die ganz Großen - wie Industrielle und Stromhändler.
Berlin (afp/red) - Durch die Solarenergie sinke der Börsenpreis im Schnitt um zehn Prozent, mittags sogar um bis zu 40 Prozent, sagte Studienautor Uwe Leprich vom Institut für Zukunfts-Energie-Systeme. Eine Kilowattstunde kostete demnach 0,4 bis 0,6 Cent weniger. Im vergangenen Jahr habe dies einen Gesamt-Einspareffekt von 520 bis 840 Millionen Euro gehabt.
Keine Vorteile für Kleinunternehmer und Verbraucher
Von den günstigen Strompreisen profitieren Leprich zufolge vor allem industrielle Großkunden und Strom-Großhändler - denn diese kauften einen bedeutenden Teil ihres Stroms zum Tagespreis an der Börse. Hinzu komme, dass Großverbraucher von der EEG-Umlage zur Förderung von erneuerbaren Energien wie Solarenergie befreit seien. Verbraucher und kleine Unternehmen hingegen hätten von diesem Effekt nichts. Im Gegenteil: Die von ihnen bezahlte EEG-Umlage fällt umso höher aus, je niedriger der Strompreis an der Börse ist.
Kostenloser Photovoltaik-Rechner
Tipp: Über den Photovoltaik-Rechner von Strom-Magazin.de können Sie selbst kostenlos ausrechnen, ob sich eine Investition in Solarenergie für Sie rentiert - unabhängig von Bundesland oder Standort. Der Rechner kann auch von Gewerbetreibenden genutzt werden, um einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten zu bekommen. Darüber hinaus gibt es für Großaufträge oft spezielle Konditionen, die meist Verhandlungssache sind.
Das könnte Sie auch interessieren
"Fragwürdige" Strompreiserhöhungen in der Kritik
Die Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel sind nach einer Studie der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in vielen Fällen überzogen gewesen. Jeder zweite Grundversorger wälzte demnach seine Zusatzkosten komplett auf die Verbraucher ab - oder griff ihnen sogar noch tiefer in die Tasche. Kritisch beurteilten die Verbraucherschützer auch die Informationspolitik der Stromanbieter.
weiter...
Strompreise treiben Inflation in die Höhe
Die steigenden Strompreise haben sich zum Anfang des Jahres auch auf die Verbraucherpreise ausgewirkt. Nach Angaben des statistischen Landesamtes betrug die Inflationsrate im Januar im Vergleich zum Vorjahr 1,7 Prozent. Maßgeblichen Anteil an dem Anstieg hatten die Strompreise.
weiter...
Hessen beim Stromanbieterwechsel an der Spitze
Im zweiten Halbjahr 2012 wurde nach Angaben des unabhängigen Vergleichsportals Verivox nirgendwo so oft der Stromanbieter gewechselt wie in Hessen. Schlusslicht ist das Saarland - und dafür gibt es einen interessanten Grund, der eine geringe Wechselbereitschaft übrigens auch in anderen Landesteilen erklären kann.
weiter...
Höhere Strompreise in München, Nürnberg und Augsburg
Einwohner von München, Nürnberg oder Augsburg müssen in diesem Jahr für Strom deutlich tiefer in die Tasche greifen als bisher. Die Mehrkosten für eine Modellfamilie liegen nach Angaben der Versorger im zweistelligen Euro-Bereich. Auch die Gaspreise steigen in manchen Orten.
weiter...
Neuer Rekord beim Zubau von Solaranlagen
Sonnenstrom boomt weiter: Die rund 1,3 Millionen Solarlagen deckten 2012 rechnerisch den Jahresstromverbrauch von acht Millionen Haushalten und damit von so vielen wie nie zuvor, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am Dienstag mitteilte. Zudem scheint sich ein neuer Rekord beim Zubau von Solaranlagen abzuzeichnen.
weiter...





