Solarenergie
Reaktionen auf Kompromisszuschlag zur Solarförderung
Bundestag und Bundesrat einigten sich darauf, die Solarförderung in zwei Schritten zu kürzen. Geplant war bisher eine Kürzung von 16 Prozent zum 1. Juli, diese wird nun 13 Prozent und zum 1. Oktober weitere 3 Prozent betragen. Die Kürzung der Solarförderung stößt bei den Bundesländern auf Widerstand.
Berlin (afp/red) - Wer in den nächsten Monaten eine Solaranlage auf seinem Dach montiert, erhält noch etwas mehr Förderung als bisher geplant. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat einigte sich am Montagabend darauf, die Förderung zum 1. Juli zunächst nur um 13 Prozent abzusenken.
(Foto / Abb.: Simon Kraus / Fotolia.com)
Senkung der Förderung in zwei Schritten
Zunächst war geplant, die Förderung von Solaranlagen auf Dächern gleich um 16 Prozent zu senken. Bei Anlagen auf Freiflächen soll die Kürzung zwölf statt 15 Prozent betragen, bei Anlagen auf Konversionsflächen um acht statt elf Prozent. Dies soll, wie ursprünglich beschlossen, für alle Anlagen gelten, die ab dem 1. Juli in Betrieb gehen. Ab 1. Oktober wird die Förderung dann für alle Arten von Anlagen um drei Prozent zusätzlich gekürzt.
Kürzungen stoßen auf Widerstand
Die beschlossenen Kürzungen der Solarförderung waren bei den Bundesländern aber auf Widerstand gestoßen. Sie forderten eine weniger starke Kürzung der Subventionen. Der Bundesrat rief deshalb Anfang Juni den Vermittlungsausschuss an und stoppte damit vorerst die zum 1. Juli geplante Senkung der Subventionen. Über den nun beschlossenen Kompromiss müssen noch Bundestag und Bundesrat entscheiden; dies könnte am Donnerstag beziehungsweise Freitag geschehen.
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