Appell
Mieterbund will Heizkosten ins Wohngeld einrechnen lassen
Der Deutsche Mieterbund (DMB) fordert die Bundesregierung auf, die Heizkosten bei der Berechnung des Wohngeldes für einkommensschwache Haushalte zu berücksichtigen. Denn vor allem für ärmere Haushalte stellen die gestiegenen Energiekosten eine hohe Belastung dar, die durch das Geld vom Staat oft nicht aufgefangen werden.
Berlin (dapd/red) - "Der Gesetzgeber muss jetzt auf die deutlich gestiegenen Energiepreise reagieren und das Wohngeldgesetz 2012 ändern", sagte Lukas Siebenkötter, der Direktor des DMB, am Freitag in Berlin. Die schwarz-gelbe Koalition hätte die Zulagen für Heizkosten Anfang dieses Jahres aus dem Wohngeld herausgestrichen.
Heizkosten machen den Löwenanteil aus
"Diese Entscheidung war kurzsichtig und falsch", kritisierte Siebenkötter. Die Heizkosten machten den größten Teil der Betriebskosten aus und bestimmten die Gesamtbelastung der Empfänger entscheidend mit.
Zuwendungen vom Staat sind oft zu wenig
Generell ist festzustellen, dass die hohen Energiepreise insbesondere für ärmere Haushalte eine große Belastung darstellen. Die staatlichen Zuwendungen reichen für bedürftige Menschen oft nicht aus, so dass diese vergleichsweise sehr hohe Kosten haben.
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