Stopp
Förderung für Mini-Kraftwerke offenbar vor dem Aus
Der Einsatz von mit Kraft-Wärme-Kopplung betriebenen Keller-Kraftwerken soll ab sofort offenbar nicht mehr bezuschusst werden. Durch das bisherige Impulsprogramm hatte sich die Zahl der installierten KWK-Anlagen seit 2008 mehr als verdoppelt. Es verdichten sich Hinweise, wonach keine neuen Zuschüsse mehr bewilligt werden sollen.
Schweinfurt (red) - Die Förderung für kleine Keller-Kraftwerke steht vor dem Aus. Das jedenfalls wird allenthalben in der Branche befürchtet, und dem Vernehmen nach soll es aus der Unionsfraktion bereits unmissverständliche Signale gegeben haben. Sollten sich diese Hinweise bestätigen, stünden im laufenden Jahr keine Mittel mehr für die Mini-KWK-Förderung bereit.
Am Donnerstag hatten der Hamburger Energieversorger LichtBlick AG, die GASAG Berliner Gaswerke AG und Mini-BHKW-Hersteller SenerTec gefordert, das Impulsprogramm für Keller-Kraftwerke nicht auslaufen zu lassen. Mit dem Programm unterstützt der Bund bislang den Einbau von kleinen Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit einer elektrischen Leistung von bis zu 50 Kilowatt. Mini-KWK-Kraftwerke erzeugen Strom und Wärme. Sie können den Primärenergieverbrauch um bis zu 40 Prozent senken und nach Herstellerangaben bis zu 60 Prozent CO2 einsparen. Die Anlagen werden beispielsweise in Ein- und Mehrfamilienhäusern, Gewerbetrieben, öffentlichen Gebäuden oder Schwimmbädern eingesetzt.
Das Klimaschutz-Impulsprogramm hat einen regelrechten Boom der Mini Kraftwerke angefacht. Die Zahl der installierten KWK-Anlagen hat sich mehr als verdoppelt. Seit Beginn der Förderung im September 2008 bis Ende 2009 wurden nach Angaben der Bundesregierung 10.200 Anträge eingereicht. Über 4.400 Mini-KWK-Anlagen wurden bis Jahresende bezuschusst. Dabei flossen Fördergelder in Höhe von 33,1 Millionen Euro. Jetzt soll das Programm offenbar eingefroren und keine neuen Anträge mehr bewilligt werden.
Das könnte Sie auch interessieren
Staat bezuschusst schadstoffärmeres Autofahren
Besitzer von Dieselwagen erhalten wieder einen Zuschuss vom Staat für das Nachrüsten ihrer Autos mit einem Rußpartikel-Filter. Anträge darauf sind ab Mittwoch wieder möglich. Die Kosten für die Nachrüstung liegen bei etwa 600 Euro, der Bund fördert den Einbau mit 330 Euro.
weiter...
Solarförderung: Branche hat offenbar eigene Kürzungsideen
Die Solarbranche geht einem Zeitungsbericht zufolge mit einem eigenen Kürzungsvorschlag in die Verhandlungen mit der Bundesregierung über die Solarförderung. Dabei soll es sich um ein Modell handeln, das viele kleine Einschnitte anstelle mehrerer großer vorsieht. Viel Spielraum sieht man in der Branche indes nicht mehr.
weiter...
Weiter Zoff um Stromtrasse von Niedersachsen nach Hessen
Die betroffenen Kommunen in Niedersachsen wehren sich weiter gegen den oberirdischen Verlauf einer 380-Kilovolt-Stromleitung nach Hessen. Die Kommunen blieben auch nach dem Abschluss des Raumordnungsverfahrens bei ihrer Forderung nach einer durchgehenden Erdverkabelung.
weiter...
Mini-Heizkraftwerke könnten wieder gefördert werden
Die Bundesregierung will offenbar kleine Blockheizkraftwerke finanziell wieder fördern. 2010 war das Förderprogramm eingefroren worden, für das im Vorjahr knapp 33 Millionen Euro bereitgestellt worden waren. Das ständige Hin und Her schade nicht nur dem Klima, sondern auch der Innovationskraft vieler mittelständischer Unternehmen.
weiter...
Die Solarenergie knackt die Millionengrenze
Der Solarenergie ist in den letzten 21 Jahren ein erstaunlicher Durchbruch gelungen, der nun darin gipfelt, dass die millionste Anlage ans Netz gegangen ist. Dank staatlicher Förderung von Konzepten, die regenerative Ressourcen zur Energiegewinnung nutzen, deckt die Solarenergie mittlerweile drei Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs ab.
weiter...