Preisentwicklung
Energiepreise auch 2011 drastisch gestiegen
Energie wird langfristig teurer; das zeigen auch die aktuellen Zahlen des Verbraucherportals Verivox. Demnach sind die Strompreise im laufenden Jahr um sieben Prozent gestiegen, die Gaspreise um vier Prozent, nimmt man die Zahlen des Vorjahres zum Vergleich.
Heidelberg (red) - Der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom weist für das Jahr 2011 einen durchschnittlichen Wert von 24,35 Cent pro Kilowattstunde aus. Für einen Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 kWh entspricht dies jährlichen Stromkosten von 974 Euro. Im Jahr 2010 lag der durchschnittliche Kilowattstundenpreis bei 22,81 Cent (912 Euro bei 4.000 kWh). Damit sind die Strompreise im Jahresvergleich um rund 7 Prozent angestiegen. Für den Musterhaushalt entspricht dies einer jährlichen Mehrbelastung von 62 Euro.
Strom und Gas werden schon wieder teurer.
So entwickelten sich die Gaspreise
Laut dem Verivox-Verbraucherpreisindex Gas kostete eine Kilowattstunde Gas im Jahr 2011 durchschnittlich 6,19 Cent. Ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh bezahlt so rund 1.238 Euro für Gas. Der durchschnittliche Gaspreis im Jahr 2010 lag bei 5,98 Cent pro kWh (1.195 Euro bei 20.000 kWh). Im Jahresvergleich ergibt sich daraus ein Anstieg von rund 4 Prozent, was für einen Musterhaushalt zusätzlichen Jahreskosten von 43 Euro entspricht.
Energie wird langfristig teurer
"Die Energiekosten zeigen einen stetigen Aufwärtstrend, der in den letzten Jahren nur durch die Finanzkrise im Jahr 2008 kurz unterbrochen wurde", sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. "Die Gründe dafür sind vielgestaltig. Zum einen werden Rohstoffe weltweit teurer, zum anderen wird Energie stärker besteuert als kaum ein anderes Gut in Deutschland. Zusätzlich verteuert der Umbau der Stromerzeugung die Energiepreise", so Reese weiter.
Gegen steigende Strompreise können Verbraucher am besten mit einer Prüfung ihrer aktuellen Tarife vorgehen. Die Experten von Verivox raten daher zum Gas- und Strompreisvergleich. Durch den Anbieterwechsel können oft – bei vergleichbaren Konditionen – mehrere Hundert Euro pro Jahr eingespart werden.
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