Preissteigerungen
Altmaier lehnt Stromrabatte für ärmere Haushalte ab
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) lehnt trotz des absehbaren Anstiegs der Strompreise durch die Energiewende Stromrabatte für ärmere Haushalte ab. Stattdessen plädierte er in der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) für eine Spar-Offensive - und für umfassende Energieberatungen.
Berlin (AFP/red) - "Wenn der Preis um drei Prozent steigt, bleibt die Rechnung die alte, wenn man gleich viel Strom einspart", führte Altmaier aus. "Deshalb will ich, dass jeder Bürger innerhalb von sechs Monaten eine fachkundige Energieberatung erhalten kann." Stromrabatte soll es also nicht geben.
Die steigenden Strompreise sind für Altmaier kein Grund für Rabatte.
(Foto / Abb.: Fotolia.com)
Energiewende werde nicht aufgekündigt
Die öffentliche Unterstützung für die Energiewende sei auch durch steigende Stromkosten nicht gefährdet, sagte Altmaier weiter. "Nach der Reaktorkatastrophe in Japan wollten alle die Energiewende. Sie ist endgültig und sie hat ihren Preis. Aber ich will, dass er so niedrig ist, wie es irgend geht."
Abstimmung zwischen den Ländern gefragt
Der CDU-Politiker kritisiert zudem die Länder, die über Eigeninteressen die Kosten in die Höhe trieben. "Je besser wir Stromnetze, Erneuerbare und Energieeinsparung abstimmen, desto billiger wird's", sagte der Minister. "Bayern und Baden-Württemberg brauchen neue Kraftwerke, aber wir brauchen sie nicht flächendeckend im ganzen Land." Die Anzahl zusätzlicher fossiler Kraftwerke könne begrenzt werden, "wenn wir uns gut abstimmen und den europäischen Energieverbund stärken", sagte Altmaier.
Steigenden Strompreisen kann man natürlich auch mit einem Wechsel des Anbieters begegnen. Unser Stromrechner zeigt Ihnen an, welche Anbieter unter Ihrer Postleitzahl in Frage kommen - ganz nach den von Ihnen gewählten Kriterien.
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