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Strom- und Gasindustrie: Fusionsvolumen legte 2004 deutlich zu

Einer aktuellen Analyse von PricewaterhouseCoopers zufolge, haben die Energiekonzerne im vergangenen Jahr ihre Aktivitäten im Bereich regionaler und internationaler Fusionen und Übernahmen gesteigert. Das Transaktionsvolumen sämtlicher Käufe und Verkäufe erhöhte sich von 43 auf 123 Milliarden US-Dollar.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt (red) - Bei den Strom- und Gasversorgern bahnt sich laut PricewaterhouseCoopers (PwC) ein strategischer Richtungswechsel an: Nach der extremen Zurückhaltung im Jahr 2003 habe die Aktivität der Unternehmen im Bereich regionaler und internationaler Fusionen und Übernahmen in 2004 deutlich an Fahrt gewonnen und nähere sich neuen Rekordständen. Das Transaktionsvolumen sämtlicher Käufe und Verkäufe (Mergers & Acquisitions, kurz M&A) sei in allen Regionen und insbesondere in den USA gestiegen und erhöhte sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 123 Milliarden US-Dollar (2003: 43 Milliarden US-Dollar). Die Anzahl der Transaktionen nahm mit 459 ebenfalls deutlich zu (2003: 398). Das ergab die PwC-Analyse Power Deals - Annual Review 2004.

Die Großfusion der Exelon Corp mit der Public Service Enterprise Group Inc (PSEG) in den USA habe zudem neue Maßstäbe in der Branche gesetzt: 26,1 Milliarden US-Dollar ließ sich der größte Betreiber von Atomkraftwerken in den USA die Übernahme des US-Versorgungsunternehmens PSEG kosten, mehr als je zuvor für eine Einzelübernahme gezahlt wurde. "Die Erholung ist teilweise auf die Überwindung der schwierigen Phase rund um das Jahr 2000 zurückzuführen. Damals hatten US-Unternehmen begonnen, sich aus Investitionen in Auslandsmärkten zurückzuziehen. Der Hauptimpuls hinter den Aktivitäten 2004 war jedoch ein Wechsel der strategischen Richtung bei Versorgungsunternehmen", erläuterte Manfred Wiegand, Partner bei PwC und verantwortlich für den Bereich Global Utilities. Er rechnet damit, dass sich der Aufschwung bei den M&A-Aktivitäten stabilisieren wird.

Die Anzahl der Transaktionen mit deutscher Beteiligung auf der Käuferseite lag 2004 mit 30 Transaktionen auf dem Niveau des Vorjahres (2003: 29 Deals). Das Transaktionsvolumen sank in 2004 jedoch deutlich auf 2,1 Milliarden US-Dollar. Allein die drei größten Akquisitionen im Vorjahr (unter anderem der Kauf von Midlands Electricty durch E.ON für 2,1 Millarden US-Dollar) hatten ein doppelt so hohes Transaktionsvolumen wie der Gesamtmarkt 2004. E.ON war auch 2004 das aktivste deutsche Unternehmen und engagierte sich bei fünf der zehn größten Unternehmenserwerbe mit deutscher Beteiligung. Hierzu zählen die Erwerbe im Gassektor mit Mol Magyar Olaj-es Gazipari in Ungarn (1,07 Milliarden US-Dollar) und der Anteilskauf an der Distrigaz Nord in Rumänien (374 Millionen US-Dollar).

Bei Veräußerungen deutscher Energie-Unternehmen stellten die PwC-Experten fest, dass bei 80 Prozent der Transaktionen auch deutsche Unternehmen als Käufer beteiligt waren. Bei drei der vier größten Akquisitionen deutscher Unternehmen in 2004 handelt es sich jedoch um Transaktionen mit internationaler Beteiligung. Die größte Transaktion war die Übernahme der Braunschweiger Versorgungs AG durch die Veolia Environnement (Frankreich) mit einem Kaufpreis von 496 Millionen US-Dollar.

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