Strom und Gas avancieren zu "Verkaufsschlagern" im Internet

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Immer mehr Deutsche ordern Strom und Gas übers Internet, wie eine Marktanalyse von Datamonitor ergeben hat. Im Jahr 2004, so die Prognose, sollen bereits 16 Prozent der Verbraucher in Deutschland ihre Energie von Online-Anbietern beziehen. Jedoch lasse derzeit der Service auf den meisten Internetseiten von Stromanbietern "zu wünschen übrig": Neun von zehn Energieversorgern würden mit ihrem Online Angebot den Kundenwünschen nicht gerecht werden, so die Mummert + Partner Unternehmensberatung. Dabei biete der Trend zur "Online-Energieversorgung" große Chancen, etwa hinsichtlich der Erschließung eines neuen Kundenpotenzials.



In Sachen Online-Energie seien die Deutschen in Europa Spitzenreiter: Zwölf Prozent hätten zumindest ein Mal das Internetangebot eines Energieversorgers besucht. Elf Prozent der Internetnutzer in Deutschland hätten online bereits nach Informationen zu Strom oder Gas gesucht. Die Briten etwa seien weitaus zögerlicher: Gerade einmal vier Prozent hätten sich auf der Homepage eines Versorgers umgesehen.



In Deutschland befürworten rund 83 Prozent der Verbraucher einen Online-Vertragsabschluss mit einem Energieversorger, ermittelte Mummert + Partner im Rahmen einer Energieversorger-Studie. Dabei hänge jedoch viel von der Gestaltung des Web-Auftritts ab. Mehr als drei Viertel der Befragten wünschten sich mehr Dienstleistungen auf den Web-Sites, beispielsweise einen persönlichen Online-Zählerstand.



In einem Punkt seien sich 70 Prozent der Verbraucher, die sich schon einmal online über Energie informiert hätten, einig: Ein Preis- und Tarifkalkulator sei das wichtigste Element auf der Internetseite eines Energieversorgers. 47 Prozent derjenigen, die noch keine Erfahrungen mit Online-Energie gemacht haben, könnten sich aufgrund eines derartigen Preisvergleichs vorstellen, ihren Stromversorger zu wechseln, so Mummert + Partner abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren
Top