90 Prozent Windkraft

Strom aus erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt auf dem Vormarsch

Sachsen-Anhalt hat's geschafft: Im vergangenen Jahr verzeichnete das Statistische Landesamt hinsichtlich des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung einen Wert von 14 Prozent. Damit hat das Land das Ziel der Bundesregierung, den Anteil der "Renewables" an der Strombereitstellung bis 2010 auf 12,5 Prozent zu steigern, bereits erreicht.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Halle (ddp-lsa). Der Strom aus erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt ist auf dem Vormarsch. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Halle vom Montag ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt seit 1991 von 7,2 Millionen Kilowattstunden auf 2,3 Milliarden Kilowattstunden angestiegen.

Im Jahr 2003 hat sich die Windkraft mit 90 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien als stärkste Kraft bei den Erneuerbaren weiter etabliert. Die Produktion von Strom aus Biomasse, wie zum Beispiel aus Holz, war mit einem Anteil von 5 Prozent noch vor der traditionellen Wasserkraft zweitwichtigster Träger erneuerbarer Energie. Die Solarstromproduktion (0,1 Prozent) war im vergangenen Jahr noch von geringer Bedeutung für die Stromversorgung. Im September 2004 wurde in Merseburg ein Solarstromkraftwerkes in Betrieb genommen, dass zu den weltweit größten zählt.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom 21. Juli 2004 verpflichtet die Netzbetreiber, Strom der in Anlagen mit ausschließlich erneuerbare Energien gewonnen wird, abzunehmen und dafür einen festgeschriebenen Preis zu zahlen. Seit dem Inkrafttreten des ersten EEG im Jahr 2000 hat sich die Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt mehr als verdreifacht.

Die regenerativen Energien hatten im Jahr 2003 einen Anteil von 14 Prozent an der Stromerzeugung im Land. Damit hat Sachsen-Anhalt das Ziel der Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Strombereitstellung bis 2010 auf 12,5 Prozent zu steigern, bereits erreicht.

Erneuerbare Energien haben gegenüber den fossilen Energieträgern, wie Rohbraunkohle und Erdgas zwei Vorteile: sie sind stets wieder verfügbar und ihre Verbrennung erzeugt keine klimaschädlichen Emissionen. Durch die Verstromung von regenerativen Energieträgern soll der Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid in Deutschland bis 2012 im Vergleich zu 1990 um 21 Prozent reduziert werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Solaranlage

    Eigene Photovoltaikanlage: Netzbetreiber wollen Beihilfen zurück

    Rund 4.500 Ökostrom-Erzeuger sollen ihre Photovoltaikanlage im vergangenen Jahr zu spät bei ihrem Stromnetzbetreiber angemeldet haben. Deshalb sollen sie seitens des Netzbetreibers geleistete Beihilfen zurückzahlen. Entscheiden werden die Gerichte.

  • München

    Oktoberfest: Riesiger Strombedarf wird mit Ökoenergie gedeckt

    Auf dem Münchener Oktoberfest verbrauchen Fahrgeschäfte und Buden die Strommenge einer Kleinstadt. Immerhin: Seit 2012 wird für die Energieversorgung ausschließlich Ökostrom und -gas bereitgestellt.

  • Strom sparen

    Biomassekraftwerk in Delitzsch eingeweiht

    Die Biomassekraftwerk Delitzsch GmbH, ein Gemeinschaftsprojekt dreier Unternehmen, hat am Freitag im sächsischen Delitzsch ein Biomassekraftwerk eingeweiht. Das Kraftwerk verfügt über eine Leistung von 20 Megawatt und kann pro Jahr über 150 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen.

  • Stromnetz Ausbau

    Genussschein PROKON Nord nach wenigen Tagen platziert

    Der Genussschein für Biomasse und Offshore der PROKON Nord-Gruppe ist aufgrund reger Nachfrage überzeichnet. Die emissionsbegleitende UmweltBank hat die Emission heute vorzeitig geschlossen. "Anleger wollen in erneuerbare Energien investieren, statt zu spekulieren", so UmweltBank-Vorstand Popp.

  • Energieversorung

    Photovoltaik: Weltraumtechnologie fürs eigene Hausdach

    Die neuen Module von SunTechnics sollen bis zu 30 Prozent mehr Leistung liefern als herkömmliche Modelle - bei gleicher Fläche. Mit 30 Quadratmetern ist man dabei: Eine solche Fläche genügt in der Regel, um den Energieverbrauch eines Privathaushalts abzudecken.

Top