Strengere Schwefelgrenzwerte für Heizöl beschlossen

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Das Bundeskabinett hat heute strengere Grenzwerte für den Schwefelgehalt von schwerem und leichtem Heizöl beschlossen. Danach darf bei schwerem Heizöl mit Wirkung vom 1. Januar 2003 der maximale Schwefelgehalt nur noch 1,00 Gewichtsprozent betragen, der Grenzwert für leichtes Heizöl wird ab 1. Januar 2008 auf 0,1 Gewichtsprozent halbiert. Mit dieser Regelung sollen die bei der Verbrennung von Kraft- und Brennstoffen entstehenden Schwefeldioxidemissionen nachhaltig verringert werden.


Die Verschärfung der Schwefelgrenzwerte ist in der Dritten Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes geregelt. Mit dieser Verordnung wird die Richtlinie 1999/32/EG des Rates vom 26. April 1999 über eine Verringerung des Schwefelgehaltes bestimmter flüssiger Kraft- oder Brennstoffe in nationales Recht umgesetzt, mit der EU-weit eine erhebliche Verminderung der Schwefeldioxidemissionen erreicht werden soll. So führt etwa die vorgesehene Halbierung des Grenzwertes für leichtes Heizöl in Deutschland zu einer Minderung der Schwefeldioxidemissionen, die in etwa dem Ausstoß von etwa fünf Millionen mit Öl beheizten Einfamilienhäusern entspricht. Unter der Annahme, dass etwa 34 Millionen Tonnen leichtes Heizöl in Deutschland pro Jahr verwendet werden, würde diese Absenkung des Schwefelgehalts zu einer Minderung der jährlichen Schwefeldioxid-Emissionen von etwa 34 000 Tonnen pro Jahr führen.

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