Defekte Solar-Module

Streit um Sondermüll von insolventen Solar-Unternehmen

Die Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und der Insolvenzverwalter des Arnstädter Solarzellenherstellers Antec Solar streiten sich offenbar um 600 Tonnen Sondermüll. 35.000 defekte Solar-Module des Unternehmens müssen auf einer Sonderdeponie entsorgt werden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Erfurt/Arnstadt (ddp-lth/red) - Die LEG sei nicht Eigentümer der bei ihr eingelagerten 35.000 defekten Solar-Module und damit nicht für deren Beseitigung zuständig, sagte LEG-Sprecher Holger Wiemers dem MDR-"Thüringen Journal" am Samstag. Die Module gehörten zur Antec-Insolvenzmasse. Der Insolvenzverwalter sei verpflichtet, den Müll zu entsorgen.

Insolvenzverwalter Stephan Schlegel sagte dagegen dem MDR, die Beseitigungspflicht liege bei der LEG. Der Sondermüll sei bereits vor der Insolvenz in deren Halle eingelagert worden. Zudem sei es fraglich, ob Geld aus der Insolvenzmasse für die Beseitigung von Sondermüll verwendet werden dürfte. Die defekten Module müssen auf einer Sonderdeponie eingelagert werden, weil sie mit giftigem Cadmium beschichtet sind. Die Kosten für die Entsorgung werden von der LEG auf rund eine halbe Million Euro beziffert.

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