In Sammelstelle

Strahlenquellen aus der Asse abtransportiert

Aus dem Atommülllager Asse sind am Dienstag 100 abgeklungene Strahlenquellen zum Transport an die Landessammelstelle in Jülich in Nordrhein-Westfalen abgegeben worden. Die Stoffe seien seit 1969 für die Einstellung von Messgeräten für den betrieblichen Strahlenschutz genutzt worden, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Remlingen (ddp/red) - Sie hätten nicht zu den in der Asse eingelagerten radioaktiven Abfällen gehört. Die ausgedienten Strahlenquellen seien von einem dafür qualifizierten Unternehmen abgeholt und nach den Vorschriften der Gefahrgutverordnung transportiert worden, sagte der Sprecher weiter. Der Schutz der Bevölkerung und des Transportpersonals sei sichergestellt. Das Unternehmen werde die Stoffe auf seinem Gelände in Braunschweig für den Transport zur Landessammelstelle Jülich neu verpacken.

Bei den in der Asse eingesetzten Strahlenquellen handele es sich um sogenannte Prüfstrahler, erläuterte der BfS-Sprecher. Mit der von ihnen ausgesandten Strahlung würden die Messgeräte eingestellt. Wenn die Stoffe abgeklungen seien, müssten sie entsorgt werden. Zwischen 1967 und 1978 wurden in das frühere Salzbergwerk Asse etwa 126 000 Fässer mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen eingelagert. Das BfS als Betreiber der Anlage prüft derzeit verschiedene Optionen für die sichere Schließung.

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