Gesundheitsmonitoring

Strahlenbelastung aller Asse-Beschäftigten wird untersucht

Das BfS ermittelt die Strahlenbelastung aller ehemaligen und derzeitigen Beschäftigten des Atommülllagers Asse. Mit dem jetzt begonnenen Gesundheitsmonitoring solle herausgefunden werden, ob die Krebs- und Leukämieerkrankungen von ehemaligen Asse-Mitarbeitern mit ihrer beruflichen Strahlenbelastung zusammenhängen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter (ddp/red) - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als neuer Betreiber der Asse werde dazu alle verfügbaren Dosismessungen auswerten. Mit den Informationen wolle man Betroffene unterstützen, bei den Berufsgenossenschaften einen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung prüfen zu lassen.

"Unser Ziel ist es, einen möglichst guten Überblick über die berufliche Strahlenbelastung der Beschäftigten zu bekommen", sagte der Sprecher. Das Gesundheitsmonitoring werde unter strikter Wahrung des Datenschutzes erarbeitet.

Einbezogen in die Untersuchung werden den Angaben zufolge alle Personen, die von 1967 bis heute mehr als vier Wochen unter Tage gearbeitet haben oder über Tage Umgang mit den radioaktiven Abfällen auf der Schachtanlage Asse II hatten. Das Gesundheitsmonitoring wird voraussichtlich Ende 2010 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse werden in einem Abschlussbericht vorgelegt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atommüll

    Asse hätte nie Atomendlager werden dürfen

    In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel hätte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden dürfen. Der Ausschuss des niedersächsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab.

  • Energieversorung

    Bohrungen in der Asse schon wieder unterbrochen

    Bei der Probebohrung in die Atommüllkammer 7 im Bergwerk Asse gibt es die erste Verzögerung. Gut eine Woche nach dem Start wurden die Arbeiten wegen technischer Komplikationen unterbrochen. Grund sei weiches Bitumen im Verschluss der Kammer, das den Bohrer und das Bohrloch zu verschmieren drohe.

  • Stromnetz Ausbau

    Bund rechtfertigt Zuschüsse für Atommülllager-Besichtigung

    Die Bundesregierung verspricht sich von ihren finanziellen Zuschüssen für Bürgerbesichtigungen des geplanten Atommülllagers Schacht Konrad in Salzgitter eine breitere Akzeptanz für das Endlager.

  • Energieversorung

    Atomforum hat für Asse-Öffentlichkeitsarbeit gezahlt

    Die Atomlobby hat Zahlungen für die Öffentlichkeitsarbeit des Atommülllagers Asse bestätigt. Es habe zwischen 1997 und 2002 eine finanzielle Beteiligung gegeben, sagte der Sprecher des Deutschen Atomforums, Maik Ressel, am Montag der Nachrichtenagentur ddp. Das Geld sei für Besucherführungen durch das Bergwerk verwendet worden.

  • Stromnetz Ausbau

    Parteipolitische Schlammschlacht um die Asse geht weiter

    Die Debatte um die jüngst bekannt gewordene Liste mit Betriebspannen beim Einlagern des Atommülls dürfte nicht der letzte Vorfall gewesen sein, der eine hitzige Debatte zur Folge hatte. Kommende Woche wird voraussichtlich ein Untersuchungsausschuss eingesetzt.

Top