Stimmen zur Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Im Bundestag ist soeben das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien verabschiedet worden. Es sieht eine Unterstützung der Sonnen-, Wind-, Wasser- und Biomasseenergie vor. So müssen Energieversorger nach dem neuen Gesetz zukünftig jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom mit 99 Pfennigen vergüten. Wir veröffentlichen einige Stimmen dazu.



Als Startschuss ins Solarzeitalter wertet die Solarwirtschaft das heute im Deutschen Bundestag verabschiedete EEG. Das Gesetz sieht unter anderem eine Versechsfachung der Solarstromvergütung vor. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) begrüßt das neue Gesetz und sieht in ihm ein solides Fundament für den Aufbau einer leistungs- und international wettbewerbsfähigen Deutschen Solarindustrie nach dem Vorbild der Windbranche. Das EEG wird zahlreiche neue Arbeitsplätze entlang der solartechnischen Wertschöpfungskette schaffen. Die langfristig angelegte Doppelförderung gibt der jungen deutschen Solarwirtschaft zudem die nötige Planungssicherheit, um in moderne Produktionstechnik zu investieren. Mit dem neuen Gesetz ist zugleich ein deutlicher Innovationsanreiz für die Branche verbunden: die Solarförderung wird ab dem Jahr 2002 jährlich um fünf Prozent gesenkt. Branchenkenner zeigen sich zuversichtlich, dass sich die Produktionskosten von Fotovoltaikanlagen in den nächsten zehn Jahren in Folge einer solartechnischen Massenproduktion mindestens halbieren lassen. Carsten Körnig, Geschäftsführer der UVS: "Das Gesetz ist der Schlüssel ins Solarzeitalter. Die Solarwirtschaft steht mit neuen Fabriken in den Startlöchern. Wir rechnen in den kommenden Wochen mit einem Solarboom in Deutschland." (Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft)



Das EEG ist starker Rückenwind für die Wirtschaft in Schleswig-Holstein. Die Windenergie wird damit im Bestand gesichert und kann weiter ausgebaut werden. Mit dem neuen Gesetz erhält die Jobmaschine Regenerativenergie neuen Treibstoff. Die Wertschöpfung vor allem im ländlichen Raum ist enorm. Schon jetzt sind in der Windbranche in Schleswig-Holstein mehr Menschen beschäftigt als in der Atomindustrie. Die Beschäftigung steigt um 25 Prozent pro Jahr. Das ist allenfalls mit der Dynamik in der Informationstechnologie vergleichbar. (Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag)



Mit dem neuen Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass alle in Deutschland nutzbaren regenerativen Energiequellen eine echte Marktchance erhalten. Das bisherige Stromeinspeisungsgesetz hatte zwar sehr erfolgreich die Nutzung der Windenergie vorangebracht, die anderen Energiequellen konnten jedoch aus einem Nischendasein nicht herauskommen. Prof. Dr. Vahrenholt: "Vor allem die Erzeugung von Solarstrom, für den Shell in Gelsenkirchen mit der modernsten Solarzellenfabrik einen wesentlichen Beitrag leistet, ist nun für jeden Bürger und jedes Unternehmen eine attraktive Investition. Es macht wieder Spaß in Deutschland in Zukunftsenergien zu investieren." (Deutsche Shell AG)



Wir haben heute wesentliche Weichen in der Energiepolitik gestellt. Die Koalition beweist damit, dass Wettbewerb und Umweltschutz miteinander vereinbar sind. Der Anteil des Ökostroms soll sich binnen zehn Jahren verdoppeln. Gleichzeitig sinken durch die stärkere Nachfrage und die Innovationsanreize im EEG die Kosten der umweltfreundlichen Stromerzeugung. Auch für die umweltfreundliche Energiegewinnung in Kraft-Wärme-Kopplung haben wir mit der heutigen Einbringung des KWK-Vorschaltgesetzes den ersten Schritt getan. Damit wird vor allem den zahlreichen KWK-Anlagen der Stadtwerke der Übergang in den Wettbewerb erleichtert. Das KWK-Vorschaltgesetz ist als Soforthilfe konzipiert und soll in ein umfassendes KWK-Ausbaugesetz auf Basis einer Quoten-Handelsmodells aufgehen. Wir werden hierzu in Kürze einen Entwurf vorlegen. Ziel ist es, die gesamte Kraft-Wärme-Kopplung zu sichern und schrittweise auszubauen. Vor allem im industriellen und gewerblichen Bereich bestehen erhebliche Ausbaupotenziale. (Michaele Hustedt, Energiepolitische Sprecherin von Bündnis 90/ Die Grünen)



Die SOLON AG für Solartechnik, Berlin, sieht mit der heutigen Verabschiedung des EEG durch die große Mehrheit von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und PDS im Deutschen Bundestag den Durchbruch für die Photovoltaik-Industrie in der Bundesrepublik Deutschland. Das Systemhaus für Photovoltaik wertet die bundespolitische Entscheidung insbesondere zu Gunsten der Solarstromerzeugung als technologischen Fortschritt im Interesse des Industriestandortes Deutschland. Mit dem neu geschaffenen Gesetz wird ein gemeinsamer Beitrag aller Bundesbürger zur aktiven Verminderung von Kohlendioxidemissionen und somit für den aktiven Klimaschutz geleistet. Die Bundesrepublik Deutschland trägt somit auch global zum nachhaltigen Wirtschaften im Interesse der Umwelt bei. Mit der Festsetzung von Mindestvergütungen für die Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien durch das EEG kommt der Bund zudem der notwendigen Regulierung des liberalisierten Strommarktes nach. (Solon AG)



Die SolarWorld AG, Bonn, hat das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien eindeutig begrüßt. "Durch die Entscheidung des Bundestages wird der Weg endgültig frei für die Marktdurchdringung der erneuerbaren
Energien. Die von vielen Marktbeobachtern prognostizierte rasante Entwicklung der erneuerbaren Energien, allen voran der Solar- und der Windenergie, wird nun einsetzen", kommentiert SolarWorld Vorstandssprecher, Frank H. Asbeck, die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen."Für unser Solar- und
Windgeschäft bedeutet dies, dass wir in den kommenden Jahren mit hohen zweistelligen Wachstumsraten rechnen können", so der Vorstandssprecher weiter. (SolarWorld AG)



"Das EEG eröffnet der Plambeck Neue Energien AG außerordentlich günstige Entwicklungsmöglichkeiten." Mit diesen Worten kommentierte Dr. Wolfgang von Geldern, Vorstandsvorsitzender der Cuxhavener AG, die als einziger Energiewert am Neuen Markt notiert ist und die bei der Stromerzeugung ausschließlich auf regenerative Quellen setzt, das nun faktisch abgeschlossene Gesetzgebungsverfahren für eine Anschlußregelung zum bisherigen Stromeinspeisungsgesetz. Besonders erfreut zeigte er sich dabei darüber, dass mit der neuen gesetzlichen Regelung nun erstmals eindeutig ein Vorrang für "Neue Energien" festgeschrieben wurde. "Damit wird jedem deutlich: Wir bewegen uns als einer der Marktführer im Bereich Windkraft, der bereits begonnen hat, auch Biomasseprojekte umzusetzen, in einem höchst dynamischen Umfeld, dessen Expansion politisch gewollt und wirtschaftlich gesichert ist", so Dr. von Geldern wörtlich. Er wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, daß durch die neuen gesetzlichen Regelungen ein deutlicher Wandel in der Energiepolitik eingeleitet würde, der die konventionelle Stromerzeugung mittel- und langfristig zu einem "Auslaufmodell" mache. Vor diesem Hintergrund betont das Cuxhavener Unternehmen, daß es - im Gegensatz zu den meisten Altmonopolisten der Energiewirtschaft - im Zukunftsmarkt "Erneuerbare Energien" schon jetzt hervorragend positioniert sei. (Plambeck Neue Energien AG)

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