Licht ins Dunkel

Stiftung Warentest testet Energiesparlampen

Sie sparen bis zu 80 Prozent Strom und halten bis zu 12 000 Stunden, und doch haben sie den Durchbruch in bundesdeutschen Haushalten noch nicht ganz geschafft. Völlig unbegründet findet (nicht nur) die Stiftung Warentest, die aktuell 27 Modelle zwischen 1,50 und 18 Euro getestet hat.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Stiftung Warentest hat 27 Energiesparlampen zwischen mit Schraubsockeln (E27) und für normale Lampenfassungen (E14) mit Preisen zwischen 1,50 und 18,20 Euro getestet. Fazit: Osram strahlt am hellsten.

Energiesparlampen sparen bis zu 80 Prozent Strom und sind insbesondere in Zeiten steigender Strompreise immer eine Alternative. Dabei leuchtet eine 11-Watt-Sparlampe so hell wie eine normale 60-Watt-Glühbirne, hält aber anstatt den "normalen" 1000 Stunden über 12 000 Stunden. Seit Juni 2004 brennen die Energiesparlampen der Stiftung Warentest daher im Dauertest.

Der Berliner Verbraucherinfodienst hat dabei herausgefunden, dass Osram am hellsten strahlt. Sie seien nicht nur sparsam und haltbar, sondern auch schaltfest. Denn häufiges An- und Ausschalten verkürzten bei vielen Lampen im Test die Lebensdauer (u.a. die billigen Energiesparlampen von Aldi, Bauhaus, Ikea, Isotronic Luxx und TIP). Nicht so bei Osram, dafür kostet eine Osramlampe zwischen 10 und 17 Euro.

In puncto Lichtausbeute seien fast alle Energiesparlampen top, resümmiert die Stiftung Warentest. Die Modelle verbrauchen 71 bis 81 Prozent weniger Strom als vergleichbare Glühlampen mit Glühfaden, allerdings nehme die Helligkeit der Sparlampen mit der Zeit ab.

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