Falsche Versprechungen

Stiftung Warentest: Elektrische Heizungen oft schön gerechnet

Eine elektrische Direktheizung für das Haus oder die Wohnung ist ein sehr teures Heizsystem. Darauf weist die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe des Verbrauchermagazins "Test" hin. Eine Kilowattstunde Strom zum Haushaltstarif sei drei bis vier Mal so teuer wie dieselbe Menge an Heizöl oder Erdgas.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - "Mit abenteuerlichen Kostenannahmen versuchen viele Hersteller aber immer noch, Elektro-Heizkörper schön zu rechnen", kritisieren die Warentester. Da würden die Kosten für moderne Öl- und Gaszentralheizungen zu hoch veranschlagt und jene für Strom zu niedrig. Auch mit Umweltschutz werde geworben. Die Elektroheizung arbeite zwar vor Ort verlust- und schadstofffrei, indes würden die starken Umweltbelastungen im Kraftwerk verschwiegen.

Entsprechend solle man solche Heizungs-Angebote kritisch prüfen und sich nicht von den niedrigen Montagekosten blenden lassen. Die jährlichen Stromkosten müssten berechnet werden. Wenn überhaupt, so die Verbraucherschützer weiter, lohne sich eine Elektro-Direktheizung am ehesten in extrem gedämmten Neubauten oder in sanierten Altbauten mit kompletter Wärmedämmung von Dach, Wand und Fenstern.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreiserhöhung

    Vergleich: Belastung durch Stromkosten im Osten deutlich höher

    Bei den Stromkosten trifft es Verbraucher im Osten des Landes deutlich härter als im Westen. Das liegt zum einen daran, dass die Strompreise variieren. Zum anderen fällt wegen der unterschiedlich hohen Gehälter die Belastung für Ostdeutsche aber noch höher aus.

  • Energietarife

    Analyse: 80 Prozent deutscher Heizungen verschwenden Energie

    In Deutschland geht einer Untersuchung zufolge ein großer Teil an Heizenergie verloren. Das soll daran liegen, dass die Heizungsanlagen nicht richtig eingestellt sind. Dadurch würde nicht nur mehr CO2 in die Luft geblasen, sondern auch Geld verschwendet.

  • Energieversorung

    Studie: Noch nie war Energiesparen so lohnend

    Motiv Nummer eins für Modernisierungsvorhaben an Wohnung oder Haus sind für Eigentümer und Mieter laut einer Studie der Kampagne "Klima sucht Schutz" die steigenden Energiepreise. An der Befragung nahmen 770 Nutzer teil, die zuvor mit einem interaktiven Energiespar-Ratgeber ihre Heizkosten überprüft hatten.

  • Strom sparen

    Richtiges Lüften bei Sommerhitze

    Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) gibt Tipps, wie im Sommer eine angenehmere Raumtemperatur erhalten werden kann - auch ohne Strom zehrende Klimaanlagen. Wichtig ist dabei insbesondere richtiges Lüften und möglicherweise kleine Veränderungen an Fenstern und Fassaden.

  • Strompreise

    vzbv: Netzengelte müssen rasch sinken

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt das von der Bundesnetzagentur vorgelegte Regulierungskonzept. Für den Verband rückt damit das Ende überzogener Netzentgelte für Strom und Gas in Sichtweite, sagte vzbv-Vorstand Prof. Edda Müller heute in Berlin.

Top