Am 7. September

Steinkohle-Tarifverhandlung: Arbeitgeber wollen Angebot vorlegen

Der Verhandlungsführer der IG Bergbau, Chemie und Energie ist zuversichtlich, dass die Arbeitgeber am 7. September ein diskutables Angebot für die etwa 55 000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlebergbau vorlegen werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Arbeitgeber wollen in der zweiten Tarifverhandlungsrunde für die etwa 55 000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlenbergbau am 7. September in Essen ein konkretes Angebot vorlegen. Das kündigten sie in der heutigen ersten Verhandlungsrunde in Bochum an.

IG-BCE-Verhandlungsführer Werner Bischoff bekräftigte erneut die Forderung der IG BCE nach einer Einkommenserhöhung, mit der die Bergleute nicht vom tariflichen Umfeld abgekoppelt werden: "Wir haben unmissverständlich deutlich gemacht, dass wir für jeden einzelnen spürbare Erhöhungen in der Tabelle erwarten." Zu dem von der IG BCE geforderten Teilausgleich für die versicherungsmathematischen Rentenabschläge erklärten die Arbeitgeber, dass sie ernsthaft bereit seien, in dieser Tarifrunde zu einer einvernehmlichen Regelung zu kommen.

Mit Nachdruck trug die IG BCE zudem ihre Forderung vor, alle Auszubildenden unbefristet zu übernehmen und das Ausbildungsplatzniveau beizubehalten. Die Arbeitgeber signalisierten ihre Bereitschaft, hierzu kurzfristige Vereinbarungen zu treffen. Langfristige Zusagen seien nur bei einer klaren Zukunftsperspektive für den Bergbau möglich. Nach dem Willen der Gewerkschaft sollen auch die Lohn- und Gehaltsordnungen aktualisiert werden. Die Arbeitgeber erklärten ihre Bereitschaft, für Tätigkeiten im Zusammenhang mit der "Organisationsentwicklung Bergwerke" in dieser Tarifrunde Neuregelungen zu treffen.

Vor der Tarifberatungskommission, die direkt nach der ersten Verhandlungsrunde informiert wurde, erklärte Werner Bischoff: "Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Steinkohlenbergbau haben die Beschäftigten an der Ruhr, der Saar und in Ibbenbüren einen Anspruch auf spürbare Einkommenserhöhungen und planbare Arbeitszeiten. Deshalb haben wir deutlich die Probleme angesprochen, die durch die mangelhafte Gewährung von Freizeitansprüchen entstanden sind."

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