Start für die größte Windkraftanlage Norddeutschlands

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Die Deutsche Shell, Hamburg, hat jetzt als erstes Mineralölunternehmen direkt auf ihrem Raffineriegelände in Hamburg-Harburg zwei Windkrafträder mit einer Leistung von insgesamt 3,6 Megawatt in Betrieb genommen. Damit ist das Unternehmen der Betreiber der größten serienmäßigen Windkraftanlagen Norddeutschlands. Die Aktivitäten in Hamburg sind Bestandteil einer Gesamtstrategie der Royal Dutch/Shell Gruppe, die im Rahmen ihres Geschäftsbereiches"Erneuerbare Energien" mehrere Windkraftprojekte - vor allem im Offshore-Bereich - realisiert. Shell hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2005 im globalen Offshore-Windenergiemarkt eine führende Position einzunehmen.


Die beiden Windräder vom Typ Enercon E66, die jeweils eine Nabenhöhe von fast 100 Metern und einen Rotordurchmesser von 70 Metern haben, befinden sich direkt auf dem Nord-Abschnitt der Raffinerie Hamburg-Harburg. Pieter Berkhout, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Shell: "Für uns hat der Raffinerie-Standort durchaus eine symbolische Bedeutung, denn er steht jetzt vor allem für das Nebeneinander von sogenannten neuen und traditionellen Energien. Wir zeigen damit, dass wir neben dem fossilen Energieträger Erdöl ebenfalls andere, erneuerbare Ressourcen systematisch nutzen wollen. Als Energieversorger bereiten wir uns damit auf die Zukunft vor, in der erneuerbare Energien eine immer größere Rolle spielen werden." Mit ihrer Leistung von 3,6 Megawatt produzieren die beiden Windräder jährlich insgesamt 5,7 Millionen Kilowattstunden Strom, was dem Verbrauch von rund 2000 Hamburger Haushalten entspricht. Den regenerativ erzeugten Strom speist die Deutsche Shell direkt ins öffentliche Netz der HEW ein, von wo aus er unter dem Namen "newpower" gemeinsam mit der HEW in Hamburg vermarktet wird. Die neuen Windenergieanlagen liefern zukünftig das Hauptkontingent für das "newpower"-Projekt.


Die Bedingungen für ein verstärktes Engagement in der Windkraft sind günstig: Mit etwa 8800 bundesdeutschen Windkraftanlagen ist Deutschland weltweit Spitze in Sachen Windenergie. Bislang decken diese Anlagen etwa zwei Prozent des gesamten bundesdeutschen Stromverbrauchs - eine Quote, die im Laufe der nächsten Jahre kontinuierlich gesteigert werden soll.

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