Standpunkt: Grüne mahnen, Atomausstieg nicht auszusitzen

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Zum Resultat der Gesprächsrunde zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und den Managern der Energiekonzerne gab Peter Swane, Sprecher des Grünen-Landesverbandes Schleswig-Holstein folgende Erklärung ab:


Das Ergebnis, keine konsensuale Einigung hinsichtlich der Gesamtlaufzeiten der Atomkraftwerke zu treffen, sondern diese zu vertagen, kann nicht zufriedenstellen. Wenn die Industrie sich nicht in der Lage sieht, das Angebot flexibler Lösungen auf der Basis von maximal 30 Jahren Gesamtlaufzeit oder eines vergleichbaren begrenzten Rest-Terawattkontingentes zu akzeptieren, muss der Ausstieg auch ohne Einigung mit der Atomindustrie gesetzlich fixiert werden.


Für Bündnis 90/DIE GRÜNEN ist die Schmerzgrenze erreicht. Die radioaktive Verseuchung der Umwelt, wie sie am stärksten durch die Wiederaufbereitung in La Hague und Sellafield alltäglich stattfindet, die ungeklärten Häufungen von kindlichen Leukämien in der Umgebung von Kernkraftwerken sowie die Risiken des Betriebes, des Transportes und der Lagerung fordern endlich ein konsequentes Handeln der Politik. Nur durch den Ausstieg aus der Nutzung der Kernkraft und den Einstieg in effizientere Energienutzung und regenerative Energieerzeugung sind eine verantwortungsvolle Energiepolitik und die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze möglich.


(ots)

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