Standpunkt: Greenpeace will Fakten nicht zur Kenntnis nehmen

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Als direkte Reaktion auf einen von Greenpeace veröffentlichten Report über Sicherheitsmängel an Castor-Behältern (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier) sieht das Deutsche Atomforum keinerlei Anlass zur Beunruhigung: "Nachdem mehrere wissenschaftliche Untersuchungen die Unbedenklichkeit der geplanten und durch den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) genehmigte Transporte abgebrannter Brennelemente aus Kernkraftwerken belegen, versucht jetzt Greenpeace erneut die Ängste der Bevölkerung vor den Transporten zu schüren", heißt es in einer Erklärung.


Bereits im November 1999 hätten in- und ausländische Experten Stellungnahmen zum vorgelegten "10-Punkte-Katalog" des BMU vorgelegt und ausführlich erörtert. Der Katalog forderte Auskunft über aufgetretene Überschreitungen von Kontaminationswerten und Maßnahmen zur künftigen Verhinderung der Überschreitungen. Die Ergebnisse seien in die jetzigen Transportgenehmigungen ebenso eingeflossen, wie die im August dieses Jahres von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH vorgelegte "Sicherheitsanalyse zur bestimmungsgemäßen Beförderung von radioaktiven Abfällen und bestrahlten Brennelementen in der Region Gorleben". Sämtliche Untersuchungen seien eindeutig zu dem Ergebnis gekommen, dass weder das Transportpersonal, die Bevölkerung noch die Umwelt durch die Transporte radiologisch ins Gewicht fallende Belastungen erhalten, stellt das Atomforum klar. Die von Greenpeace genannten Mängel an der Neutronenabsorberschicht bei französischen Transportbehältern seien nur bei massiven Transportunfällen vorstellbar. Auch bei Verlust des gesamten Neutronenschutzes blieben die Strahlungswerte innerhalb der gesetzlichen Vorschriften.

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